News zur LaGa 2019 in Wittstock/Dosse

LaGa-Team verabschiedet sich mit einer bewegenden Veranstaltung von den Besuchern

Mit einem furiosen Abschlussprogramm verabschiedete sich das LaGa-Team von den Besuchern.

Zu den Klängen der Band Kokas traten die Partner der LaGa und das LaGa-Team nacheinander auf die Bühne und verabschiedeten sich mit einem kleinen Bühnenfeuerwerk von den Wittstockern und ihren Besuchern. 172 Tage hatten sie im Hintergrund gewirkt, um die LaGa zu einem Erfolg werden zu lassen: Die Frauen und Männer der WDU GmbH, die den Kassendienst und die Einlasskontrolle übernommen hatten, die Partner des Regionalmarktes, des Caterer LD-Events, die Wittstocker Likörmanufaktur, die Gärtner, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Besucherservice, die Gästeführerinnen und -führer, die Imker, die Flachsfrauen, die Männer des Veranstaltungsserivce, die Museumsmitarbeiter und viele mehr.

Auf der LaGa Wittstock wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Eine Million Blumenzwiebeln kamen in die Erde, 30 000 Sträucher und Bodendecker wurden gepflanzt, 500 Bäume, Fertighecken und Solitärgehölze komplettieren das Gelände, 200 000 Frühjahrs- und Sommerblumen füllten den Wechselflor auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern, 15 000 Quadratmer Rollrasen wurden hier ausgerollt.

Die LaGa ist Geschichte, das Team verabschiedet sich. Und bald, wenn alles aufgeräumt ist, können die Wittstocker einen in seiner Schönheit einzigartigen Freizeit- und Erlebnispark in ihren Besitz nehmen. Wittstock hat sich durch die LaGa und mit der LaGa verändert, ist stolzer, schöner und gelasssener geworden. Das ist es, was von der LaGa bleibt.

400 000. Besucherin heißt Nicole Gierz

Der Blumenstrauß mit seinen herbstlichen Farben, den sie von Rosenkönigin TanjaI. erhielt, passt voll zum Geschmack von Nicole Gierz.

Nicole Gierz wohnt in Berlin und weilte in Wittstock bei einer Freundin zu Besuch. „Ich kenne die Region sehr gut, denn ich stamme aus Pritzwalk, lebe aber aus beruflichen Gründen jetzt in Berlin“, sagt die 45jährige. „Ich hatte mir fest vorgenommen, die LaGa zu erkunden und finde den Zeitpunkt perfekt. Auch der Herbst hat seine Reize. Und ich mag vor allem Rot- und Orangetöne, wie sie ja vor allem der Herbst in die Natur bringt“, sagte sie. Insofern passe der Blumenstrauß, den Rosenkönigin Tanja I. ihr überreicht hatte, mit seinen herbstlichen Farben voll zu ihrem Geschmack.
Sie sei gespannt auf die LaGa und darauf, wie es gelungen ist, die Natur in das Gelände einzubetten. „Und ich finde es auch spannend, was nach der LaGa von der LaGa übrig bleiben wird. Deshalb werde ich das Parkgelände später auch noch einmal besuchen“, kündigte sie an. Die LaGa in Wittstock sei übrigens die erste Gartenschau, die sie überhaupt besuche.
Mit dem 400 0000. Besucher hat die Landesgartenschau ihr ursprüngliches Besucherziel mehr als deutlich übererfüllt. Die ursprünglichen Planungen gingen von 300 000 Besuchern aus. Nun bleibt noch eine Woche Zeit. „Ich bin gespannt, mit wieviel Besuchern wir das diesjährige brandenburgische Gartenfest am 6. Oktober abschließen werden“, erklärt LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl.

Auf der LaGa weihnachtet es schon jetzt

Auf der LaGa weihnachtet es bereits jetzt.

Flankiert wird sie von weiteren Überraschungen, die das LaGa-Team für die Gäste vorbereitet haben. „Bis zur Vorweihnachtszeit sind es zwar noch über zwei Monate, wir wollen unsere Gäste aber schon ein wenig auf die besinnliche Adventszeit einstimmen“, kündigt der Geschäftsführer an. Im Bereich des Wachsenden Gartens wird ein kleiner Weihnachtsmarkt die Gäste empfangen. „Der Tannenbauproduzent Tannen Jung GbR wird etwa 50 Weihnachtsbäume aufstellen, die teilweise auch festlich geschmückt werden“, kündigt der Geschäftsfüher an. „Wir sind sehr froh, dass wir mit einem in der Region ansässigen Unternehmen zusammenarbeiten können.“ Die Tannen Jung GbR aus Zernitz bei Kyritz gilt mit einer Anbaufläche von über 300 ha auf ca 30 Plantagen als größer Weihnachtsbaumproduzent Ostdeutschlands. „Wir kommen mit Nordmanntannen, Blaufichten, Rotfichten und Korktannen nach Wittstock“, sagt Tannen Jung-Geschäftsführer Matthias Jung.

„Für den Weihnachtsmarkt haben wir natürlich noch weitere spannende Überraschungen vorbereitet“, macht Christian Hernjokl neugierig. „Wir freuen uns auf weihnachtlich eingestimmte Besucher.“

Herbstliches Leuchten auf finaler Hallenschau der LaGa Wittstock

Herbstlich geht es auf der finalen Hallenschau zu.

Alle Beiträge ordnen sich diesem Thema unter. Gezeigt wird die ganze Palette an Früchten, die das Land im Herbst zu bieten hat. Reife Früchte - Äpfel, Birnen und Gemüse, vorrangig Kürbis - sowie florale Texturen von Chrysanthemen, Herbstanemonen, Cyclamen, Zierpaprika und weitere Blühpflanzen für außen und innen sorgen für herbstliche Bilder. Imposant wirken bis 60 cm hohe Chrysanthemen.

Der Herbst ist bunt. Das zeigen füllige Trendgestecke und Kränze, Ampeln und bepflanzte Gefäße in Kombination mit Holzkisten, ebenso wie üppige Tischdekorationen. Sie erzeugen Herbststimmungen mit blühenden Stauden wie Purpurglöckchen und vielerlei Gräsern wie Blauschwingel, Chinaschilf und Lampenputzergras. Strohballen weisen auf das Erntedankfest hin. Floristische Arbeiten leiten über zu den Gedenktagen der nächsten Monate.

Highlight ist die Kürbisausstellung. Die Vielfalt an Kürbis bringt Besucher zum Staunen. Kürbisse teilen sich in zwei große Gruppen, Speisekürbisse und Zierkürbisse. Unter der ersten Gruppe sind die bekannten Hokkaido und Butternut, zur zweiten Gruppe gehören Kürbisse in skurrilen Formen wie die Bischofsmützen.

 

Funde von Samen domestizierter Kürbisse können auf 8.000 bis 10.000 v. Chr. datiert werden. Der Garten-Kürbis wurde in Mexiko und im Süden der Vereinigten Staaten in Kultur gebracht, der Moschus-Kürbis in Zentral-Amerika und der Riesen-Kürbis in Südamerika. Es wird angenommen, dass ursprünglich die nahrhaften Samen genutzt wurden, da diese frei von Bitterstoffen sind, während alle Wildformen bittere Früchte besitzen. Durch die Auslese nichtbitterer Formen wurde auch die Nutzung als Gemüse möglich. Schon in präkolumbischer Zeit gab es eine große Sortenvielfalt. Bereits früh kamen Samen auch nach Europa, wo die Kürbisse gerne kultiviert wurden. In Brandenburg wird Speisekürbis auf 280 Hektar angebaut.

Amt Wustermark entdeckt die Landesgartenschau

Vor dem Bus versammelten sich die Wustermarker zum Gruppenfoto.

Solche Teamreisen finden einmal jährlich statt, sagte Bürgermeister Holger Schreiber. Eine gute Gelegenheit für die Mitarbeiter der verschiedenen Amtsbereiche, mal ins Gespräch zu kommen, vom Bauhofmitarbeiter bis zur Sekretärin. In diesem Jahr habe sich die Landesgartenschau als lohnendes Ausflugsziel angeboten.
Vor Ort gab es noch eine Überraschung: Vor dem Bahnhof wartete der LaGa-Robur, mit dem einige Teilnehmer der Gruppe noch eine Stadtrundfahrt durch Wittstock absolvierten, ehe es aufs LaGa-Gelände ging. Die Führung übernahm Dr. Wolfgang Dost. Am Steuer saß Manfred Schiewe, der den Robur so gut kennt wie kein zweiter.
Immerhin 12 000 Kilometer hat der Robur seit Eröffnung der LaGa als rollender LaGa-Botschafter zurückgelegt. Im Umkreis von 100 Kilometern gibt es nur wenige Orte, in dem der Bust in den zurückliegenden Monaten nicht Station gemacht hat, um für einen Besuch der Landesgartenschau zu werben.

Insektenfreundliche Dahlie trägt jetzt den Namen der Landesgartenschau Wittstock

Die einfachblühende Dahlie gilt als ausgesprochen insektenfreundlich.

Zur Dahlientaufe, die in der Blumenhalle der LaGa Wittstock stattfand, kamen die Tochter des Züchters Erdmute Otto und der Hobby-Dahlienzüchter Jens-Uwe Lehmann nach Wittstock. Lehmann, der in Neuglobsow am Stechlinsee einen Dahliengarten  betreibt, führt das Erbe von Professor Michael Otto weiter, der sich insbesondere der Zucht der einfachen Dahlien verschrieben hatte. Die lange vernachlässigte Blumengruppe – wegen ihrer im Vergleich zu anderen Dahliensorten eher schlichten Blüte wurde sie von vielen Gärtnern eher gemieden – ist wieder im Kommen. Vor allem wegen ihrer Insektenfreundlichkeit kommt sie wieder vermehrt in heimischen Gärten vor. Sie entwickelt eine offene Blüte, ihre Pollen sind daher für Bienen, Hummeln und andere Insekten sehr gut erreichbar. So entwickelt sich die einfach blühende Dahlie zu einer reichen Nahrungsquelle für Insekten, die bis zum ersten Frost reicht.

Die jetzt in Wittstock auf den Namen der Landesgartenschau getaufte Dahlie entwickelt eine tief-orangen leuchtende Blüte. Die Mitte ist dunkel, das Laub ist dunkel, die Mitte wird von einem Kranz orangefarbener Pollen eingefasst. Die Dahlie ist im Jahr 2014 von Michael Otto ausgesät worden. Seitdem hat sie zwei Prüfungen durch die Deutsche Dahlien-, Fuchsien- Gladiolen-Gesellschaft e.V. mit sehr guten Noten bestanden.

Dahlien erfreuen übrigens nicht nur mit der Schönheit ihrer Blüten, sowohl die Blüten als auch die Knollen sind essbar. Die Blüten verzieren so manchen Salat, die Knollen können wie Kartoffeln zubereitet werden. 

Dahlien - die letzte Pracht des Sommers

Die Pracht der Dahlien lässt die Blumenhalle erstrahlen.

Ihre Üppigkeit, Fülle von Arten, Farbbrillanz und Silhouette werden floristisch künstlerisch und handwerklich in außergewöhnlichen Arrangements verarbeitet. Schwarze Gefäße aus Korbgeflecht lassen die Farbenpracht der Dahlien gut zur Geltung kommen. Breitkrempige Mexikanerhüte und farbig angesprühte Stangen greifen das Thema Mexiko zusätzlich auf.

Besucher können sich schon mal vertraut machen mit einer neuen rot-orangen Dahlie, die am folgenden Sonnabend auf den Namen „LaGa Wittstock 2019“ getauft wird. Mit ihren einfachen Blüten ist sie ein gefundenes „Fressen“ für Insekten. 

Kreationen von Gräsern und Chrysanthemen, Ziergehölzen wie Feuerdorn, Zierapfel, Stechpalme und der immergrünen Wacholder sind neutrale Begleiter und bringen Ruhe in die Farbenpracht. Chilischoten dagegen sorgen für „Schärfe“. Herbstlich bepflanzte Schalen unter anderem mit dem als Wunderbaum bekannten Rizinus, mit Buntnessel und Süßkartoffel ergänzen die Präsentation. Wasserdost ist dabei ein besonderer Hingucker. Im Ausgleich zur Fülle harmonieren Orchideen in ihrer Anmut. Die blumigen Inszenierungen auf dieser Reise sind ein Mix aus Opulenz, Natürlichkeit und Eleganz. Eisenfahrräder deuten die Reiselust, in diesem Fall nach Mexiko, an.

 

Die Dahlie ist ursprünglich eine mexikanische Knollenpflanze. Bekannt wurde sie, als die Europäer Amerika entdeckten. Um das Jahr 1800 wurden schließlich die ersten Samen mit nach Europa gebracht, was zur Ausbreitung der Dahlie beitrug. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen verdanken wir einem spanischen Arzt Ende des 16. Jahrhunderts. 1791 dann gelangten vom Botanischen Garten Mexiko-Stadt Dahliensamen nach Madrid. Ihr Name ehrt den schwedischen Arzt und Botaniker Anders Dahl. Ein späteres Synonym für die Gattung ist Georgine oder Georgina nach dem aus Pommern stammenden St. Petersburger Botaniker Johann Gottlieb Georgi. Die Dahlie hat in Deutschland zahlreiche Liebhaber.

 

Keimzeit und das Babelsberger Filmorchester bestreiten letztes großes Konzert auf der LaGa Wittstock

Das Publikum genoss noch einmal bei hochsommerlichen Temperaturen die Konzertatmosphäre auf dem Amtshof.

Für Keimzeit war es der erste Auftritt in Wittstock, bekannte Sänger Norbert Leisegang. Doch Fans, so zeigten die Reaktionen des Publikums - weit über 3000 Menschen hatten an diesem warmen Sommerarbend noch einmal auf dem Amtshof eingefunden - hat er auch in der Prignitz genug. Bei den bekannten Songs wie "Kintopp" oder "Singapur" sangen viele mit - nicht zu vergessen "KlingKlang", ein Song, den wohl auch jene kennen, die keine Fans der Band sind. Das Babelsberger Filmorchester gab den Songs einen sinfonischen Sound - zunächst ungewohnt für die Ohren derjenigen, die Keimzeit nur als Band kennen, aber doch ein musikalisches Erlebnis. Unterstützt von einem Orchester gewannen viele der Songs noch einmal eine ganz andere musikalische Dimension. Das Babelsberber Filmorchester war übrigens das letzte mal vor ca. 15 Jahren in Wittstock. Damals, so erinnert sich der Intendant Klaus-Peter Beyer, gaben sie ein Benefizkonzert zur Sanierung der Wittstocker Kirche. Mit der Hilfe des Filmorchesters konnte damals beispielsweise das Dach der Kirche neu gedeckt werden, berichtet er.

 

 

Christin Vogel mit erster Ausstellung bei "KunstBlume"

Natürlich darf die Rosenkönigin in einer Fotoausstellung über die LaGa nicht fehlen. Und zur Vernissage kam sie sogar selbst vorbei.

Wittstock, 24.08.2019

Am Samstag, dem 24. August, hat die junge Wittstocker Fotografin Christin Vogel ihre erste Fotoausstellung eröffnet. Zu sehen sind ihre Arbeiten in der Ausstellung des Kunstprojektes „KunstBlume“ in dem Gebäude Kyritzer Straße/Ecke Rosa-Luxemburg-Straße.

Etwa 30 Gäste nahmen an der Vernissage teil, die am Samstag stattfand. Christin Vogel zeigt fotografische Eindrücke von der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019, Tierfotos, Impressionen von der Flachsverarbeitung auf dem Wittstocker Amtshof und eine Feen-Bilderserie, die im Auftrag der Agentur „Perlenmädchen“ entstand.

Die Ausstellung wurde durch die Kooperation zwischen der LaGa und dem Projekt „KunstBlume“ ermöglicht. In seiner Laudatio für die junge Fotografin wies LaGa-Pressesprecher Matthias Bruck darauf hin, dass sie erst vor einem dreiviertel Jahr überhaupt mit dem Fotografieren begonnen hatte. „Einige Monate und mehrere Tausend Fotos später legt sie Arbeiten vor, die ihre Betrachter begeistern. Die Landesgartenschau hat Christin Vogel für sich als Refugium für unendlich viele Fotomotive entdeckt“, stellte er fest. „Ihre fotografische Leidenschaft gilt darüber hinaus der Tierfotografie. Und langsam tastet sie sich daran, auch Menschen zu fotografieren.  Sie sucht die Herausforderung. Und bei aller Schönheit ihrer Bilder ist sie mit den meisten ihrer Arbeiten nicht so zufrieden, wie sie es gern wäre. Es treffe oftmals noch nicht das, was sie mit ihren Fotos sagen will. Aber diese Unzufriedenheit ist ja auch gut. Sie ist der Motor, noch besser zu werden“, so Bruck abschließend.

Die Arbeiten von Christin Vogel sind noch bis zum Ende der „KunstBlume“-Ausstellung am 20. Oktober zu sehen.

300 000. Besucherin freut sich auf einen schönen LaGa-Tag

Die stellvertretende Wittstocker Bürgermeiserin Dorothea Stüben, Rosenkönigin Tanja I. und LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl begrüßen Renate Andres, die 300 000. Besucherin der LaGa.

Wittstock 23.08.2019.

44 Tage vor ihrer Schließung hat die Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 ihr avisiertes Besucherziel erreicht. Das LaGa-Team begrüßte am Freitag, dem 23. August gegen elf Uhr die dreihunderttausendste Besucherin Renate Andres aus Berlin.

Die in Charlottenburg wohnhafte Seniorin war mit dem Zug angereist und konnte sich über einen Preisnachlass von zwei Euro freuen. „Und noch viel mehr freue ich mich über diesen Empfang, den ich wahrlich nicht erwartet habe“, sagte sie, nachdem die Wittstocker Rosenkönigin Tanja I. ihr einen Blumenstrauß und eine Tüte mit LaGa-Geschenken überreicht hatte. Auch LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl und die stellvertretende Wittstocker Bürgermeisterin Dorothea Stüben begrüßten die Besucherin.

Der Besuch der Landesgartenschau sei ihr von Bekannten empfohlen worden, sagte Renate Andres. „Ich freue mich darauf, die Gartenschau zu erkunden. Ich freue mich, die Enge der Stadt verlassen zu können, ich freue mich auf die gute Luft, die man hier atmen kann. Und als Städter genießt man ohnehin jeden Vogel, den man fliegen sieht, jede Blume, die man entdeckt, ganz anders“, sagte sie.

Dass bereits zum jetzigen Zeitpunkt der 300 000. Besucher begrüßt werden konnte, wertet Geschäftsführer Christian Hernjokl als Erfolg „und eine schöne Bestätigung für die Arbeit, die unser gesamtes LaGa-Team hier leistet.“ Auch sei das eine gute Motivation für das Team, auch den Endspurt der LaGa für die Besucher zu einem tollen Erlebnis werden zu lassen.

Mit Fontane durch die zehnte Hallenschau

Wenn das Heidekraut blüht, ist der Herbst nicht mehr weit,

Wittstock, 23.08.2019

Die zehnte Hallenschau der LaGa Wittstock/Dosse 2019, die vom 23. August bis zum 5. September in der Blumenhalle zu sehen ist, schickt ihre Besucher auf die Spuren des märkischen Dichters Theodor Fontane. Brandenburg würdigt in diesem Jahr den 200. Geburtstag Theodor Fontanes mit einem großen Veranstaltungsprogramm. Da darf das Thema Fontane auf der Landesgartenschau natürlich nicht fehlen, zumal die Geburtsstadt Neuruppin in unmittelbarer Nähe liegt.

Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg waren Inspiration für eine blumig inszenierte Wanderkulisse. Seine Aufzeichnungen sind ein Gerüst, um Stimmungen, Atmosphäre und seelische Empfindungen seiner Reise in einer kleinen floristischen Welt zu gestalten. Stellvertretend werden Regionen, die Fontane durchwanderte und hervorragend beschrieb, dargestellt beispielsweise das Oderbruch und der Spreewald mit Gurken und weiteren typischen Produkten. Requisiten wie Fischernetze sind Symbol für den Fischfang, der zu Fontanes Zeiten einen großen Stellenwert einnahm. Für die Ruppiner Heide stehen verschiedene Eriken und Callunen, unter denen besonders die Glockenheide ein Hingucker ist.

Fontane hat mit seinen Reisebeschreibungen das Besondere einer Region einem breiten Publikum bekannt gemacht und ist heute noch lesenswert. Die neue Hallenschau animiert, Fontane näher kennenzulernen, zum Beispiel über Veranstaltungen im nahe gelegenen Neuruppin, aber auch von ihm beschriebene Regionen zu besuchen.

 

Die Heidekräuter (Erica), auch Heiden oder Eriken genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse, die rund 860 Arten umfasst. Rund 90 % der Arten der Gattung sind im südlichen Afrika beheimatet, die anderen Arten finden sich im restlichen Afrika, Madagaskar, der südwestlichen arabischen Halbinsel, dem mittleren Osten oder in Europa. Sie finden sich von Meereshöhe bis in die afroalpine Stufe. Heidekräuter sind immergrüne, niederliegende Sträucher und Bäume, die bis zu 10 Meter groß werden können.

fundamenta 1 kommt mit Kunstwerk auf die Landesgartenschau

Bildhauer Frank Pieperhoff und die Rosenkönigin Tanja I. nehmen das Kunstwerk in ihren "Besitz".

Wittstock 16.08.2019.

Die Wittstocker Kunstausstellung fundamenta 1 ist seit Freitag, dem 16. August mit einem Kunstwerk auf der LaGa präsent. Der in der Prignitz lebende Künstler Frank Pieperhoff, der auch der Kurator der fundamenta ist, hat eine seiner Skulpturen im Friedrich-Ebert-Park aufgestellt. Damit soll auf die Ausstellung, die derzeit im Kunsthaus Dosse Park zu sehen ist, aufmerksam gemacht werden.

Neben der LaGa finden zeitgleich zwei große Kunstausstellungen in Wittstock statt: Die KunstBlume und die fundamenta 1. Die KunstBlume präsentiert ein breites Spektrum von regionalen Künstlern. Die fundamenta 1 zeigt ausgewählte künstlerische Positionen, die sich durch besondere Eigenständigkeit und hervorstechende Qualität auf internationaler Ebene auszeichnen. Das Kunsthaus Dosse Park hat die fundamenta 1 initiiert. Zugleich öffnet das Kunsthaus mit dieser Ausstellung die schönen und geschichtsträchtigen Räume des letzten in Deutschland erhaltenen Invalidenhauses für die Öffentlichkeit.

Frank Pieperhoff hat 15 Jahre lang bis 2017 die KUNSTGUT – Academy of Fine Arts Berlin geleitet. 1993 begann er in Simbabwe mit der Steinbildhauerei, die bis heute eine besondere Rolle in seinem Werk einnimmt.

 

 

Ziemlich beste Freunde versprechen blumig-fruchtigen Genuss

Von riesengroß bis ganz klein: Die Hallenschau bietet eine große Auswahl von Tomaten.

Für ein Überraschungsbonbon sorgen viele Schnittblumen aus heimischem Anbau, unter anderem verschiedenfarbige Astern, gefüllt blühende Sonnenblumen, Zinnien und Löwenmaul. Ein breit gefächertes Tomatensortiment macht mit den unterschiedlichen Formen und Farben der Tomaten vertraut. Attraktive Kübelpflanzen, unter anderem mit Kumquats und Mandarinen, bringen exotisches Flair in die Präsentation für Genießer. Auch blühende Solitärpflanzen wie Hibiskus und Plumbago bestechen mit ihren Blütenschönheiten. Hortensienblüten und Gräser ergänzen die Sommerreise. Auch Erdbeerpflanzen mit Früchten sind nochmals dabei. 

Im mittleren Bereich warten Wein als Pflanzen und Trauben mit einer dekorativen Tischdekoration auf die Besucher. Die Floristinnen und Floristen sorgen für weitere überraschende Dekorationen mit Blumen und Früchten.

 

Das Ursprungsgebiet der Tomate ist Mittel- und Südamerika, wobei die Wildformen von Nordchile bis Venezuela beheimatet sind. Die größte Vielfalt der in Kultur befindlichen Formen ist in Mittelamerika zu finden. Dort wurden Tomaten von den Maya und anderen Völkern kultiviert. Im 17. und 18. Jahrhundert sah man die Tomate in Europa vor allem als Zierpflanze an, nur einige medizinische Anwendungen sind bekannt. In einer englischen Übersetzung jedoch wird 1719 erwähnt, dass die Früchte in Italien gegessen werden. Um 1900 war die Tomate in Deutschland als Lebensmittel bekannt und wurde überwiegend im Süden vor allem in Saucen, Suppen und Salaten verwendet.

Bei der Wiener Weltausstellung 1873 wurden Tomaten gezeigt. Um 1900 gab es die ersten Paradeiser (Tomaten) auf den Wiener Märkten. Im großen Stil hielten sie jedoch erst nach 1945 Einzug. Aufgrund der verbreiteten Abneigung gegen Unbekanntes und der raueren klimatischen Bedingungen wegen verbreiteten sich Tomaten in den westlichen Bundesländern erst in den 1950er Jahren. 1961 wurden weltweit rund 28 Millionen Tonnen Tomaten produziert. Im Land Brandenburg reifen Tomaten unter Glas und Folie auf 34 ha. Liebhaber kultivieren eine Vielzahl an Sorten in verschiedenen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen.

Antenne Brandenburg bringt Juli und die Hot Banditoz auf die Landesgartenschau

Die Band Juli rockt die Landesgartenschau

Mit der "Perfekten Welle" berührte die Deutschpop-Band Juli vor 15 Jahren die Herzen einer ganzen Generation. Auf der Antenne-Brandenburg-Bühne im Amtshof direkt im Zentrum des Geländes der 6. Brandenburgischen Landesgartenschau hat die Band natürlich auch ihre brandneue Single „Fahrrad“ dabei (ab 20.00 Uhr).
Die Hot Banditoz liefern ebenso seit über einer Dekade Hits mit einer Extra-Portion Sommerfeeling. Gute Laune und heiße Rhythmen sind garantiert in einer energiegeladenen Show, die zum Mittanzen animiert (ab 19.00 Uhr).
Bereits ab 17.30 Uhr holt Antenne-Brandenburg-Moderator Christofer Hameister unter anderem LaGa Geschäftsführer Christian Hernjöckl und Chefgärtner Marc Kropius auf die Bühne. Um die Bühne herum gibt es ab 14.00 Uhr Attraktionen für Groß und Klein.
Auch das rbb Fernsehen ist beim Antenne-Brandenburg-Tag in Wittstock dabei. Ulrike Finck ist in "Rund um … Garten" am Nachmittag vor Ort. "Brandenburg aktuell" berichtet vom Geschehen.
Um 16.00 Uhr sind die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau herzlich eingeladen, Moderatorinnen und Moderatoren, Macher und Verantwortliche aus der Antenne-Redaktion kennenzulernen. Unter dem Titel "Auf ein Wort" stellen sie sich eine Stunde lang im Garten-Info-Treff im Wachsenden Garten den Fragen der Hörerinnen und Hörer. Sie geben Auskunft zu allen Themen rund um den Sender und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Wie kommt die Musik ins Radio? Worüber sollte mehr berichtet werden? Was macht der Moderator eigentlich alles im Studio? Wo genau landet mein Rundfunkbeitrag?

Künstler auf dem Gelände sind Würze der Landesgartenschau

Elisa Salamanca, die singende Tomate, eroberte die Herzen der Besucher.

Wittstock 31.07.2019

Die Besucher der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 konnten sich am vergangenen Wochenende über zahlreiche künstlerische Auftritte auf dem Gelände freuen. Zu Gast waren die kopflosen Herren und die singende Tomate, die die Besucher bereits bei früheren Besuchen erfreuten. Erstmals war auch der Baby-Elephant zu Gast, der sich störrisch wie ein Esel den Dressurversuchen seines Clowns wiedersetzte.  Und auch an den kommenden Wochenenden wird es immer mal wieder solche Einlagen geben. Die singende Tomate ist beispielsweise vom 9. bis 11. August und vom 16. bis 18. August wieder zu Gast auf der LaGa.

Da staunten und erschraken die Besucher der Landesgartenschau am zurückliegenden Wochenende nicht schlecht, als ihnen zwei kopflose Herren mit Aktentaschen und Regenschirmen begegneten. Doch nach dem ersten Schreck und einem genaueren Hinsehen erkannten sie schnell, dass hier zwei echte Menschen in Kostümen steckten, die sich nur einen großen zweiten Oberkörper über den Kopf gestülpt hatten. Und schon waren die Fotoapparate gezückt: Denn wann kann man sich schon mal mit einem kopflosen Mann fotografieren lassen!

Auch Elisa Salamanca, die singende Tomate, sorgte am Wochenende wieder für Furore. Mit ihrem Singen, Musizieren, Spielen und Reden eroberte sie schnell die Herzen der Besucher, die sie überall, wo sie auftrat, in dichten Trauben umringten. Lachsalven waren garantiert.

Und der Baby-Elephant, der von der Muskelkraft zweier Männer, die in ihm steckten, bewegt wurde, fand ebenfalls schnell seine Fans. Zu charmant waren seine Versuche, sich den Dressurversuchen eines Clowns zu entziehen.

Solche künstlerischen Auftritte im Gelände, auch Walk-Acts genannt, bereichern das Angebot der Landesgartenschau. Und so wird es bald ein Wiedersehen mit der singenden Tomate geben. Sie wird vom 9. bis 11. August wieder ihre Kreise über das Gelände ziehen - passend übrigens zu der Hallenschau, die dann zu sehen sein wird. Bei der geht es nämlich um die Früchte des Gartens - also auch um die Tomate.

Fuchsien dominieren die achte Hallenschau

Blumenpracht auf der achten Hallenschau.

Wittstock, 26.07.2019

Seit Freitag, dem 26. Juli können die Besucher der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 eine neue Hallenschau in der Blumenhalle der LaGa erleben. Im Mittelpunkt stehen diesmal Fuchsien. Zu sehen ist die Schau bis zum 8. August.

Fuchsien, aus Mittel- und Südamerika stammend, sind seit dem 18. Jahrhundert in Europa bekannt. Als Topf- und Balkonpflanze entfalten sie außen wie innen perfekt ihren Blütenflor. Davon können sich die Besucher der neuen Hallenschau überzeugen. Fuchsien spielen die Hauptrolle, von einfach blühenden bis gerüschten barocken Blüten. Hingucker sind die bis zwei Meter hohen über 60 Schaupflanzen, als Stämmchen oder Busch. Die ältesten sind 40 Jahre alt. Begleitet werden sie von zahlreichen kleineren Exemplaren in allen möglichen Varianten. Die Vielfalt reicht von der winterharten weiß-blau blühenden Fuchsia magellanica über die alte Sorte „Empress of Prussia“ bis zur „Deutschen Perle“ mit hoher Leuchtkraft. Eine Besonderheit ist auch die Fuchsie „Walz Jubelteen“, deren Blüten nach oben zeigen.

Ergänzend heben Blattschönheiten in Form von Stauden und Gräsern in unterschiedlichen Kolorierungen den glänzenden Auftritt der Fuchsien hervor. In dieser vorrangig pflanzenbezogenen Ausstellung kommen aber auch Floristikfreunde auf ihre Kosten: Überraschende Kreationen mit dieser südamerikanischen Schönheit können bewundert werden.

In Santo Domingo wurde die Gattung 1696 entdeckt und beschrieben. Sie wurde nach dem deutschen Mediziner und Botaniker Leonhart Fuchs (1501–1566) Fuchsia triphylla benannt. Die meisten Fuchsienarten wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckt und vor allem nach Großbritannien eingeführt. Wegen des Interesses, das Gärtner diesen Pflanzen entgegenbrachten, rüsteten größere Gärtnereien sogar eigene Expeditionen aus, um neben anderen Pflanzen auch neue Fuchsien nach England zu bringen. 

Im 19. Jahrhundert wurden Fuchsien zu begehrten Zierpflanzen und werden bis heute in Mitteleuropa häufig als Kübelpflanzen, Balkonpflanzen oder Gartenstauden gepflegt. In klimatisch begünstigteren Regionen sind sie eine weit verbreitete Zierpflanze im Freien. Liebhaber haben sich in der Deutschen Fuchsien-Gesellschaft zusammengeschlossen. In Brandenburg und Berlin werden von Fuchsienexperten  700 Sorten kultiviert.

Der LaGa-Besuch war ein Geburtstagsgeschenk

Die Überraschung war groß: Der LaGa-Besuch begann für Familie Teichfischer mit einem "großen Bahnhof".

Wittstock 22.07.2019

Die 200 000ste Besucherin der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 heißt Nicole Teichfischer und kommt aus Neuruppin. Gemeinsam mit ihrer Mutter Marina und ihren beiden Kindern Colin und Sofia betrat sie das LaGa-Gelände am Montag, dem 22. Juli kurz nach zehn Uhr und wurde von der stellvertretenden Wittstocker Bürgermeisterin Dorothea Stüben, LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl und der Wittstocker Rosenkönigin Tanja I. als 200 000. Besucherin begrüßt.

Sie hatte ihrer Mutter Marina den LaGa-Besuch bereits im April zum Geburtstag geschenkt. „Heute haben wir endlich Zeit, das Geschenk gemeinsam einzulösen“, sagte ihre Mutter. Die Kinder Sofia und Colin freuten sich besonders auf die LaGa-Spielplätze. „Und wir werden die Pracht der Blumen und die Schönheit des Geländes genießen“, sagte Nicole Teichfischer. „Mit der Blumenhalle fangen wir erst einmal an.“

Sie hätten schon viel Positives über die LaGa gehört, „meine Kollegin kommt aus Wittstock und ist sehr oft auf dem Gelände. Sie hat mir gesagt, es lohne sich, nach Wittstock zu fahren, um sich die Gartenschau anzusehen. Und Ähnliches höre ich auch aus meinem gesamten Bekanntenkreis“, fügte Nicole Teichfischer hinzu.

„Ich freue mich, dass wir so kurz nach der LaGa-Halbzeit schon 200 000 Besucher haben. Das ist ein Zeichen für mich, dass die Gartenschau sehr gut angenommen wird“, erklärte Christian Hernjokl. Die LaGa war mit dem Ziel gestartet, bis zum 6. Oktober mindestens 300 000 Besucherinnen und Besucher zu erreichen.

Woidke auf der LaGa: Ganze Region hat an Strahlkraft gewonnen

Auch die Rosensalami ließ sich der Ministerpräsident schmecken.

Wittstock, 17.07.2019

Wenige Tage nach der Halbzeit der Landesgartenschau am 12. Juli haben bereits 190 000 Gäste das attraktive Gelände nahe der Wittstocker Altstadt erlebt. Das erfuhr Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Mittwoch bei seiner Tourismus-Pressereise, die ihn auch nach Wittstock/Dosse führte.

Er besichtigte die Blumenhalle, informierte sich u.a. über die Aktivitäten im Wachsenden Garten, das Grüne Klassenzimmer und kostete regionale Produkte aus der Prignitz, die auf dem Regionalmarkt der Gartenschau angeboten werden.

 LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl: „ Wir sind mit den Besucherzahlen sehr zufrieden und voll im Plan, um die LaGa auch einen wirtschaftlichen Erfolg werden zu lassen. Wir wissen aber auch, dass wir in unseren Anstrengungen, unseren Gästen auch in der zweiten Halbzeit eine attraktive Gartenlandschaft mit tollen Veranstaltungen und Attraktionen zu bieten, nicht nachlassen dürfen.“

Ministerpräsident Woidke sieht die LaGa bereits jetzt als einen großen Erfolg für Wittstock und die gesamte Prignitz. „Ich freue mich sehr, dass das große Engagement des LaGa-Teams, aber insbesondere auch der Wittstockerinnen und Wittstocker zu spüren ist und sich auszahlt. Zum einen behalten die so zahlreichen Besucherinnen und Besucher diese LaGa in bester Erinnerung und werden sicher wieder in die Stadt kommen. Zum anderen haben Wittstock und die ganze Region an Attraktivität und Strahlkraft gewonnen. Das wird auch in den kommenden Jahren weiter zu spüren sein.“

Woidke zufolge hat sich die Landesgartenschau schon in den Jahren vor ihrer Eröffnung als „Motor der Stadtentwicklung für Wittstock“ erwiesen.  So waren in die LaGa und ihr Umfeld in den letzten Jahren 27 Millionen Euro investiert worden. Davon waren 20 Millionen Euro Fördermittel von Land, Bund und EU.

Woidke sieht die Schau nicht zuletzt als ein attraktives Aushängeschild für den gärtnerischen Berufsstand im Land. „Die Leistungsschau vermittelt ein eindrucksvolles Bild von der Leistungskraft und gärtnerischen Qualität unserer Garten- und Landschaftsbauunternehmen."

Mit der siebten Hallenschau auf einer SinnlichErotischExotischen Reise

Exotisches können die Besucher der siebten Hallenschau erleben.

Wittstock 12.07.2019

Auf eine sinnliche, erotische und exotische Reise können sich die Besucher der siebten Hallenschau in der Blumenhalle begeben, die bis zum 25. Juli zu erleben ist. Exotische Pflanzen, sinnliche Blütenspiele, leuchtende Farben und bizarre Formen bestimmen das Bild. Und es gibt einen kleinen Ausflug in das sündige Berlin der 1920er Jahre.

Einfach mal treiben lassen… Tropische Blüten und Pflanzen aus Mittel- und Südamerika, Anthurien, Kakteen, Sukkulenten, Ananas, Heliconien, Ingwer, Feigen und viel mehr erzeugen erstaunliche Szenarien und Verwandlungen. Eine tropische Reise, bei der die volle Vielfalt an bizarren Formen, leuchtenden Farben und coolen Texturen nicht nur der Pflanzen sondern auch der exotisch floristischen Arrangements begeistern.

Exotische Pflanzen kommen von weit her, deshalb werden sie in der Schau von unterschiedlichsten Schiffen begleitet – Schiffe aus Keramik, aus Kork und anderen Materialien. Große Exemplare der aus Amerika stammenden Kakteen werden in Käfigen gezeigt. Erotisch wird es in der 20er Jahre-Ecke. Eine passend gekleidete Puppe lässt den Stil dieser Zeit aufleben, begleitet von großen Vasen mit Lilien und anderen erotisch anmutenden Blumen. Um das Erotische in den Blüten besser zu erkennen, gibt es eine große Lupe, durch die Besucher sich vom Reiz einzelner Pflanzenteile überzeugen lassen können. Sinnlich wird es in der asiatischen Ecke mit einer als Geisha gekleideten Puppe.

Eine Ananasecke macht mit dieser exotischen Pflanze bekannt. Die Floristen zeigen, dass diese saftig-süße Frucht auch optisch eine Köstlichkeit ist. Die Ananas erscheint in verschiedensten Verarbeitungen, zum Beispiel als große gesteckte Ananas. Aber auch aus Papier und als Lampe ist diese Pflanze aus der Familie der Bromeliengewächse zu bewundern.

Unterwegs mit dem Rosenexpress in der sechsten Hallenschau der LaGa Wittstock

Die Rosenkönigin Tanja I. voll in ihrem Element: In der Hallenschau, in der ihre ganz persönliche Blume im Mittelpunkt steht.

Wittstock, 28.06.2019

Der Rosenexpress startet in der Blumenhalle durch. In der sechsten Hallenschau der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 steht die Königin der Blumen in den vielfältigsten Formen im Mittelpunkt.

Ein Rosenflirt, die Inszenierung von Topf- und Schnittrosen mit passenden Begleitern, werden im ehemaligen Güterboden „verladen“. Kombinationen mit Lavendel und vielerlei Stauden, Bambus und jahreszeitlichem Beiwerk stehen im spannenden Kontrast zu ausdrucksvollen Farbtönen. Rosenbouquets, umgeben von filigranen Gräsern, vermitteln Ruhe und Leichtigkeit im Innenraum des Güterbodens. Auch Orchideen in ihrer Vielfalt ziehen wieder die Blicke der Besucher auf sich. Pflanzliche Texturen einer Beetbepflanzung werden im Außenbereich zauberhaft präsentiert.

Rosen werden als Schnittrosen aber auch als Gehölze gezeigt. Besucher erleben Bereiche wie Rosenduft, Rosengarten und Rosen unterwegs. Eine üppige Fülle ermöglicht eine Wanderung durch die Rosenwelt, unter anderem durch einen Rosenbogen. Floristinnen zaubern eine beeindruckende Vielfalt an floristischen Werkstücken mit der Königin der Blumen. Rosenschauen gehören zu den aufwändigsten Präsentationen und sind ein Highlight jeder Gartenschau.

Die Rose: eine faszinierende Blume, die schon in der Antike Maler inspirierte und Dichter zu vielen einfühlsamen Werken anregte. Die romantischen Blumen werden gerne zu Geburtstagen, Valentinstag, Muttertag oder zwischendurch als Zeichen der Liebe verschenkt. Ein Hauch von Zauber und Mystik umgibt die Rose, die schon seit der Antike als „Königin der Blumen” bezeichnet wird. Es gibt kaum einen Garten, in dem die alte Kulturpflanze nicht ihre wunderschönen Blüten zeigt. Das Typische an Rosen sind ihre Stacheln, allerdings gibt es auch Sorten, die fast stachellos sind. Doch was ist die „Königin der Blumen“ ohne ihren Hofstaat? In vielen Gärten und Parks wird sie von Stauden begleitet, die ihre Attraktivität unterstreichen.

Auch auf der LaGa immer auf der Suche nach einem Fotomotiv

Diese wunderschöne Fotoimpression von Christin Vogel entstand kurz nach der Eröffnung der LaGa, als die Pracht von über einer Million Frühblühern zu erleben war.

Wittstock 27.06.2019

Sie hat vor einem Jahr zum ersten Mal eine Kamera in die Hand genommen, mittlerweile kann sie das Fotografieren nicht mehr sein lassen.  Christin Vogel hat ihr Talent für die Fotografie für sich entdeckt. Auf der LaGa findet sie Motive in Hülle und Fülle. Und wie sie diese fotografisch einfängt, fasziniert mittlerweile viele Menschen.

Ihre Bilder sind auf der facebook-Seite der Landesgartenschau zu finden und sie zeigen die LaGa auf eine sehr poetisch-romantische Weise als magischen Ort der Blumen-, Park- und Gartenpracht. Die Fotos der jungen Fotografin Christin  Vogel firmieren unter dem Label „WesensArt“ und zeigen die Blumenpracht der Gärten und Hallenschauen auf eine verspielte Weise mit Liebe zum Detail. Durch das Spiel mit dem Licht und dem gezielten Einsatz von Schärfe und Unschärfe fängt sie die von den Pflanzenkompositionen ausgehende Magie ein. Die Besucher erlebt und zeigt sie in ihren Fotos als Menschen, die den Park genießen, ihn lustvoll für sich entdecken, es sind die Momente des Innehaltens und Genießens, die ihre Fotos so berührend machen.

Dabei kam sie erst vor einem halben Jahr zur Fotografie. „Ich habe im November 2018 mit dem Fotografieren angefangen. Es ging darum, Fotos von meinem Hund zu machen. Zunächst hatte eine Freundin Fotos von mir und meinem Hund gemacht. Und dann habe ich angefangen zu fotografieren. Und jetzt lässt es mich nicht mehr los“, sagt sie.

Die Liebe zur Fotografie wohnt jedoch schon seit der Kindheit in ihr. „Ich habe als Kind fotografiert, mich sehr für Fotografie interessiert und auch darüber nachgedacht, meine Berufswahl in diese Richtung zu treffen“, berichtet Christin Vogel. Ein geplantes Schülerpraktikum scheiterte jedoch daran, dass kein Fotograf in der Region eine Praktikantin haben wollte. „In unserer Region war es schwierig, sich beruflich in Richtung Fotografie zu entwickeln“, erinnert sie sich. Und so entschied sich Christin Vogel, die mittlerweile in einer Wohnungsverwaltung arbeitet, den Beruf einer Heilerzieherin zu erlernen. Wohl spürend, dass das nicht die Herzensentscheidung sein würde. 


Und nun, mit 29 Jahren, die Wiederentdeckung der Fotografie. Als Hobby, an dem jedoch ein Riesenpensum an Arbeit dranhing. „Ich hatte ja überhaupt keine Kenntnisse, wohl aber die Vorstellung davon, wie meine Bilder aussehen sollten, welche Geschichten ich mit meinen Fotos erzählen wollte“, sagt sie. Und so begann sie Youtube-Tutorials zu studieren, in denen der Umgang mit und die Wirkungsweise von Blendenstufen, Brennweiten und Auslösezeiten erklärt wurden. „Wenn ich mir morgens die Zähne putze, gucke ich nicht in den Spiegel, sondern schaue mir auf Youtube Foto-Tutorials an“, sagt sie.

Einige Monate und mehrere Tausend Fotos später legt sie Arbeiten vor, die ihre Betrachter begeistern. Die Landesgartenschau hat Christin Vogel für sich als Refugium für unendlich viele Fotomotive entdeckt. Ihre fotografische Leidenschaft gilt darüber hinaus der Tierfotografie. „Und langsam taste ich mich daran, auch Menschen zu fotografieren“, sagt sie.  Sie sucht die Herausforderung. Und bei aller Schönheit ihrer Bilder ist sie mit den meisten ihrer Arbeiten nicht so zufrieden, wie sie es gern wäre. „Es trifft oftmals noch nicht das, was ich mit meinen Fotos sagen will“, sagt sie. „Aber diese Unzufriedenheit ist ja auch gut. Sie ist der Motor, noch besser zu werden.“

Ihre LaGa-Motive können in unregelmäßigen Abständen weiterhin auf der Facebook-Seite der LaGa entdeckt werden. Im Gespräch ist auch eine erste Ausstellung von Christin Vogel auf der LaGa, die in der zweiten Hälfte der LaGa-Zeit einen Eindruck von der Strahlkraft der sechsten brandenburgischen Landesgartenschau vermittelt.

Altes Handwerk auf der LaGa: Wie aus Flachs Leinen entsteht

Auch die Rosenkönigin Tanja I. übt sich im Herstellen von Leinenstoff aus Flachs.

Wittstock, 27.06.2019

Im Amtshof der Wittstocker Bischofsburg können die Besucher der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 erleben, wie aus der Flachspflanze Leinenstoff entsteht. Mit Frauen einer Arbeitsfördermaßnahme der Wittstocker Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft präsentieren hier die uralte Handwerkskunst der Flachsverarbeitung, gefördert durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft aus der Konzessionsabgabe Lotto.

Sie zeigen, wie der Flachs am Riffelbock seine Samenkapseln verliert, wie seine langen Stengel mit Brake gebrochen werden, ehe am Schwingbock seine hölzernen Teile regelrecht herausgebrochen werden. Dann wird er am Hechelbock gekämmt. Und wenn dann seine einzelnen Fasern freigelegt sind, wird er am Spinnrad zu einem Faden gesponnen, der dann auf der Haspel aufgewickelt wird, ehe er sich am Webrahmen zu einem strapazierfähigen Leinenstoff zusammenfügt.

„Auf diese Weise haben schon die alten Ägypter Flachs zu Leinen verarbeitet“, sagt Viola Karras, eine der Flachserinnen, die täglich unermüdlich von 12. Uhr bis 16.30 Uhr die uralten Flachs-Maschinen am Laufen halten, und dabei noch mit den Besuchern sprechen, die interessiert dem alten Handwerk zuschauen und dabei jede Menge Fragen haben. „Vor allem ältere Frauen berichten uns, dass sie das auch noch kennen, dass ihre Großmütter und Mütter Flachs verarbeitet haben“, erzählt Viola Karras. Bis kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges wurde Flachs in vielen bäuerlichen Familien noch in Leinen verwandelt.

Aus der Flachsverarbeitung – und das wissen heute nicht mehr viele – stammen auch zahlreiche Redewendungen in der deutschen Sprache. Rutscht der Flachsfaden beim Aufrollen von der Haspel, dann hat man sich verhaspelt – ein Synonym dafür, wenn man beim Redefluss durcheinanderkommt. Wenn die Frauen am Hechelbock saßen, haben sie nicht nur den Flachs durchgehechelt, sondern auch über alles getratscht, was im Dorf so passierte. Sie haben eben auch das durchgehechelt. Und was flachsblonde Haare sind, weiß auch jedermann.

Den interessierten Besuchern erklären die Frauen auch, wie der Leinenfaden durch Pflanzen gefärbt werden kann. „Färben war wichtig, denn die Menschen wollten nicht alle grau herumlaufen“, erklärt Viola Karras. In Ermangelung synthetischer Möglichkeiten, die es damals noch nicht gab, haben die Menschen sich der färbenden Kraft der Pflanzen bedient: Rotkohl, Goldrute, Johanniskraut, Walnussschalen, Möhren rote Beete und viele andere Pflanzen kamen zum Einsatz, je nachdem, welche Farbe der Stoff hinterher haben sollte.

Sommerliches auf der neuen Hallenschau

Die Rosenkönign Tanja I. entdeckt die Schönheit der neuen Hallenschau.

Wittstock, 14.06.2019

Mit der Eröffnung der neuen Hallenschau auf der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019  am 14. Juni hält der Sommer im ehemaligen Güterboden des Wittstocker Bahnhofskomplexes Einzug. Die Besucher erwartet eine harmonisch geschmackvoll gestaltete Blumenhalle mit Kräutern, Gräsern, Duft- und Sommerstauden in passender Begleitung von Beet- und Balkonpflanzen sowie blühenden Gehölzen.

Obst und Gemüse ergänzen die neue Präsentation im ehemaligen Güterboden. Olivenbäumchen und sonnenliebende Kräuter decken die Sehnsucht nach dem sonnigen Süden. Verpackt und dekoriert, ob Kräutersträuße und -kränze oder Kräuteressig, wird Dekoratives und Nützliches zum Sommer-Schlemmer-Büfett auf die Reise geschickt. In Bewegung setzen sich Ampelpflanzen, die sich im Winde drehen oder von den Besuchern auch mal leicht angestoßen werden.

Vielfältig präsentieren sich die Aromen von Fenchel, Rosmarin, Duftgeranien und mehr…Essenzen der Kräuter und Blütensalate haben ihren attraktiven Auftritt auf dem Sommer-Schlemmer-Büfett. Obst und Gemüse, das immer mehr aus den heimischen Gärtnereien und Gärten zur Verfügung steht, verführt beinahe zum Hineinbeißen. Interessenten bekommen Anregungen für die Küche und können sich Tipps für die eigene Sommer-Party mit nach Hause nehmen. Bohnen in Töpfen herangezogen winden sich lustig nach oben und bilden den Bohnen-Kletter-Parcours.

Ihre Reise antretend als Schmuck für moderne Gärten sind Kompositionen von Hortensien unterschiedlichster Farbspiele in verschiedenen Sorten der Bauern- und Tellerhortensien.

 

Die Gartenhortensie wurde in Japan schon mehrere Jahrhunderte lang kultiviert. Gegen 1790 gelangten die ersten Exemplare, vermutlich über Umwege, nach Europa. Heutzutage wird die Gartenhortensie in allen Gebieten mit gemäßigtem bis warm-gemäßigtem Klima mit nicht zu harten Wintern angepflanzt. Besonders gut gedeiht sie bei höherer Luftfeuchtigkeit. Der botanische Name Hydrangea weist darauf hin: Enthalten ist das griechische Worte Hydro - Wasser. Auf den Azoren beispielsweise gelten Hortensienhecken um Gärten und Felder und die Straßenrandbepflanzung aus Hortensienreihen als Markenzeichen. Inzwischen sind auch bei uns Hortensien in entsprechenden Sorten zu beliebten Gartenpflanzen geworden und erobern unsere Gärten.

Von quietschenden Gurken, fühlenden Erbsen und wildem Mohn

Die heilende Kraft der Pflanzen steht im Mittelpunkt vieler Vorträge von Kristin Peters, die ihre Firma "Papaver" (Mohn) genannt hat.

Wittstock, 13.06.2019

Was die Menschen von den Pflanzen lernen können und wie uns Pflanzen in allen Lebenslagen helfen können - das steht im Mittelpunkt von insgesamt 144 Vorträgen, die die Agrarwissenschaftlerin und Heilpflanzenexpertin Dr. Kristin Peters im Lauf der Landesgartenschau im Gärtner-Infotreff hält. Der Infotreff ist ein beliebter Treffpunkt für alle Besucher, die ihr botanisches Wissen vertiefen oder wertvolle Tipps zur Gestaltung ihrer Gärten erhalten wollen.

Lange, bevor der Mehltau an der Gurkenpflanze sichtbar wird, beginnen die Gurken Botenstoffe auszusenden. Das Aussenden dieser gasförmigen Stoffe wurde durch Apparaturen von Wissenschaftlern hörbar gemacht. Die Gurke beginnt zu quietschen. Die Pflanzen kommunizieren also untereinander und mit uns.  Nur dass die meisten Menschen verlernt haben, auf die Gurken zu hören. „Pflanzen kommunizieren mit uns und auch untereinander. Das ist faszinierend“, sagt Kristin Peters.

Die promovierte Agrarwissenschaftlerin weiß, wovon sie spricht. Sie hat sich auf Heilpflanzen und ihre segensreichen Wirkkräfte spezialisiert. Und von ihrem Spezialwissen können die Besucher der Landesgartenschau Wittstock profitieren, indem sie einem ihrer Vorträge lauschen, die sie in regelmäßigen Abständen im Garteninfotreff am wachsenden Garten hält. Insgesamt tritt Kristin Peters an 54 Tagen auf der Landesgartenschau auf. Die Termine können auf der LaGa-Website im Veranstaltungskalender nachgeschaut werden.

Dass Pflanzen in der Lage sind zu kommunizieren, kann sie an vielen Beispielen belegen. „Erbsen beispielsweise strecken ihre Fühler immer nach der Seite aus, wo die Rankhilfen für sie aufgestellt werden. Wissenschaftler haben bei einem Experiment eine Bleiwand zwischen die Erbsen und die Rankhilfe gestellt. Und dennoch ist die Erbse in Richtung Rankhilfe gewachsen. Niemand weiß, wie das funktioniert“, sagt sie.

Die Bandbreite der Themen, die sie in ihren insgesamt 144 Vorträgen vertieft, ist groß und reicht von Informationen über essbare und heilsame Kräuter und Pflanzen über die Anlage eines Kräutergartens oder Hildegard von Bingens Kräuterheilkunde bis hin zu Superfood aus der heimischen Natur. Sie erzählt den Besuchern beispielsweise warum sie Giersch oder Gundermann nicht aus ihrem Garten verbannen sollten: weil beide Pflanzen über starke Heilkräfte verfügen. Ihre Firma hat sie nach der lateinischen Bezeichnung Mohnpflanze benannt: Papaver. Der Mohn gehört zu den traditionellen Heilpflanzen, die in unserer Region schon lange heimisch sind.

Besucher können zuschauen, wie ein Kunstwerk entsteht

Helena Hör-Hitzschke hat das Malen auf der LaGa viel Freude bereitet.

Wittstock, 12.06.2019

Im wachsenden Garten der Landesgartenschau Wittstock können die Besucher nicht nur den Gärtnern und Garten- und Landschaftsbauern zuschauen, wie sie Beete anlegen, Gemüse pflanzen, Hochbeete gestalten und Gartenpavillons aufbauen. Sie können auch an ausgewählten Tagen erleben, wie ein Kunstwerk entsteht.

Künstler aus dem Projekt „Kunstblume“ werden ihre Staffeleien im Bereich des wachsenden Gartens aufstellen und an ihren Bildern arbeiten. Dabei können die Besucher mit ihnen ins Gespräch kommen und anschließend vielleicht die Kunstausstellung, die nur wenige 100 Meter vom LaGa-Gelände entfernt seit dem 1. Juni zu erleben ist, besuchen. Die Ausstellung ist einen Besuch wert. Denn immerhin haben 30 Künstler aus der Region mit ihren Kunstwerken, Bildern, Plastiken und Installationen die Wohnungen eines leerstehenden Hauses an der Rosa-Luxemburg-Straße/Ecke Kyritzer Straße gestaltet.

Den Anfang machte am Pfingstsonntag die Malerin Helena Hör-Hitzschke, die im wachsenden Garten an einer Aktmalerei arbeitete. Die aus Georgien stammende Künstlerin hatte an der Kunstakademie Riga studiert und lebt seit den frühen 1990er Jahren in Österreich und Deutschland, wo sie als Kunstdozentin, Künstlerin und Ausstellungsmacherin arbeitete und auch schon einmal eine eigene Kunstschule für Jugendliche und Erwachsene betrieben hatte. Seit 2016 wohnt sie als freischaffende Künstlerin in Groß Haßlow in der Prignitz. „Ich finde es wunderschön, hier auf der LaGa zu arbeiten. Die Besucher sind sehr interessiert und ich habe sehr angenehme Gespräche geführt“, sagte sie nach ihren ersten „Arbeitstag“ auf der LaGa.

Wir begrüßen den hunderttausendsten Besucher

Die Überraschung war groß, als Heinz Stein als 100 000er Besucher begrüßt wurde.

Wittstock, 03.06.2019

Dr. Heinz Stein betrat mit der Wittstockerin Monika Bock, bei der er zu Besuch war, am Montag, dem 3. Juni, kurz nach 16 Uhr das Gelände der Landesgartenschau Wittstock und staunte nicht schlecht, als er von der Rosenkönigin Tanja I., dem Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann und dem LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl mit einem riesigen Blumenstrauß und einer kleinen Präsent-Tasche mit vielen LaGa-Grüßen empfangen wurde.

Der Besucherzähler der LaGa hatte Dr. Heinz Stein als den 100.000en Besucher der Landesgartenschau ausgemacht.

„Na das ist ja eine tolle Überraschung“, sagte er. „Ich bin bei Wittstocker Freunden zu Besuch und wollte mir nur die Landesgartenschau ansehen. Und nun bin ich wohl derjenige, der die ersten 100.000 rund gemacht habe“, sagte er. Der Senior, der früher als Arzt tätig war, hatte sich auch frühere Landesgartenschauen gern angesehen. „Und nun will ich auch in Wittstock die LaGa erkunden“, sagte er.

Er habe selbst einen Garten, der nun, wo er aufgrund seines Alters nicht mehr so viel machen könne, zunehmend zu einem wilden Garten werde. Aber das sei gar nicht so schlecht. Auf jeden Fall sei er ein Gartenfreund.

Die Landesgartenschau hatte nach einem furiosen Start am Osterwochenende auch am zurückliegenden Himmelfahrtswochenende wieder Spitzen-Besucherwerte. Am Himmelfahrtstag beispielsweise war der Besucherandrang so groß, dass sich riesige Schlangen an den LaGa-Kassen bildeten, die das Kassenteam jedoch relativ zügig bedienen konnte.

Dinnele und Wittstocker Leckereien auf dem LaGa-Regionalmarkt

Spezialitäten aus Wittstock sind auf dem Regionalmarkt sehr beliebt.

Wittstock 29.05.2019.

Über 40 Produzenten aus dem ganzen Land Brandenburg bieten auf dem Regionalmarkt der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 ihre Produkte an. Darunter befinden sich auch Produkte aus Wittstock und Umgebung. Und mit Dinnele ist sogar eine schwäbische Spezialität auf der LaGa präsent.

„Was eigentlich ist Dinnele“, fragen sich so manche Besucher des Regionalmarkts der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019, wenn sie an dem Stand in der Ecke mit seinem Backofen vorbeigehen, wo es lecker nach Brotteig riecht. „Dinnele kennt man hier im Norden kaum“, sagt Standbetreuerin Meike, die ihren Nachnamen lieber nicht nennen will. „Dinnele stammt aus dem schwäbischen und heißt nichts weiter als Dünnerchen.“ Und dünn ist die schwäbische Leckerei auf jeden Fall: Ein extrem dünn ausgerollter Brotteig mit Schmand bestrichen und mit leckeren selbst hergestellten Zutaten belegt (von Zwiebeln mit Speck bis hin zu Möhren und Brokkoli). Dann wird er im Ofen gebacken und fertig der Dinnele, in Schwaben eine gängige Leckerei, im Norden eine Neuentdeckung. „Die Leute mögen es, wenn sie es erst einmal ausprobiert haben, sind sie begeistert“, sagt Meike, die selbst aus dem Schwäbischen stammt, nun aber schon seit 9 Jahren in der Prignitz wohnt.

Dinnele ist die am weitesten von Wittstock entfernte regionale Spezialität des Regionalmarktes, der die Produkte von über 40 Produzenten aus dem Land Brandenburg anbietet. Die Palette reicht vom Schorfheider Gemüse über den Bandelower Käse bis hin zu Fleisch- und Wildprodukten aus der Uckermark. Auch Wittstock und Umgebung sind auf dem Regionalmarkt vertreten: Der Erzeuger „homemade“ aus Karstedtshof mit seinen Salami-Produkten, darunter die Wittstocker Rosensalami, die BHG Wittstock mit Laga-Wein und Sekt, die Wittstocker Likörmanufaktur mit ihrem Rosenlikör, die Wittstocker „Kräuterfee vom Dossegrund“ Barbara Sommerfeld sowie die Flecken Zechliner Landbäckerei und Konditorei Janke.

IV. Hallenschau mit saisonalen Leckereien

Leckere Erdbeeren gibt es in der vierten Hallenschau - aber nicht zum Hineinbeißen.

Wittstock, 29.05.2019

Kulinarische Verführungen in Rot und weiß bietet die vierte Hallenschau der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019, die bis zum 13. Juni zu sehen sein wird. Erdbeeren und Spargel dominieren das Bild. Dazu gibt es üppige Vasenfüllungen und Gestecke.

Tauchen Sie ein ins Reich der Sinne! Päonien und Allium in ihrer Vielfalt und vielen weiteren blumigen Schönheiten gepaart mit kulinarischen Düften von Früchten und Gemüse.

Üppige Vasenfüllungen und Gestecke mit Päonien heben die Schönheit dieser prächtigen Blumen, die auch Pfingstrosen genannt werden, hervor. Eine Attraktion ist das „Päonien Bett“, ein Eisenbett mit Päonien Kissen und Decke. Birken mit ihrer schwarz-weißen Rinde bezaubern im Spiel mit blau, lila und weißen Allium. Werkstücke mit Spargel, Erdbeeren und Rhabarber verführen - fast zum Hineinbeißen.

Der Spargel zum Turm aufgebaut ist nicht nur lecker, er sieht auch schick aus. Erdbeeren sind die Verführung in Rot. Rhabarber, dieses leicht säuerliche Frühlingsgemüse, ist einmal anders zubereitet - als Stehstrauß. Auch die Kaffeetafel ist wieder gedeckt – mit allerlei blumigen und kulinarischen Besonderheiten.  Große kegelförmige Vasen bezaubern mit ihren üppigen Füllungen.

 

Aus archäologischen Funden kann man schließen, dass die Erdbeere schon in der Steinzeit bekannt war. Im Mittelalter wurden auf großen Flächen kleine Walderdbeeren kultiviert. Erst in der Neuen Welt wurde eine größer fruchtige wilde Art gefunden. Diese wurde im 17. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Aus Chile kam eine weitere kultivierte Art der Erdbeere mit ledrig-starren blaugrünen Blättern. Infolge wiederholter zufälliger Kreuzungen entstand die großfruchtige Gartenerdbeere. Zunächst in Nordfrankreich und Holland kultiviert, verdrängte sie bald zunehmend auch in England und Deutschland die vordem angebauten Arten. In Brandenburg werden von 68 Betrieben auf insgesamt 460 Hektar Erdbeeren angebaut.

Riesenfreude bei den Gewinnern des Landschaftsgärtner-Cups

Riesenfreude über den Sieg: Ausbilder Mario Ferl umarmt seine Azubis Jeremy Lidtke und Julian Schnauß.

Wittstock 26.05.2019.

Es dürfte wohl der bislang aufregendste Tag im jungen Berufsleben der angehenden Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner aus Berlin und Brandenburg gewesen sein: 20 Azubis aus beiden Bundesländern stellten sich am Samstag, dem 25. April im Wachsenden Garten der Landesgartenschau Wittstock/Dosse dem Wettbewerb des mittlerweile 21. Landschaftsgärtner-Cups des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin-Brandenburg.

In Zweierteams mussten sie unter den Augen der Besucher zehn Baufelder nach exakt dem gleichen Plan gestalten und Weidengärten anlegen. Sie pflasterten sie mit Klinkern, bauten aus kräftigen Holzbohlen Hochbeete und bepflanzten sie. Es wurde gemessen, gesägt, gehämmert, geschippt und gepflanzt. Trotz des Publikumsverkehrs war hohe Konzentration gefragt und die vorgegebene Zeit von fünf Stunden musste auch eingehalten werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die alle Teams hervorragend meisterten, befand Chef-Juror Volker Schmidt-Roy, beim Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin-Brandenburg verantwortlich für die Ausbildung. „So viel vorab: Ihr alle zehn seid Sieger und habt hervorragende Arbeit geleistet. Die Entscheidung, dennoch eine Abstufung vorzunehmen fiel der Jury nicht ganz leicht, weil Ihr sehr dicht mit Eurer Leistung beieinander gelegen habt“, sagte er.

Kleine Unterschiede gab es aber doch. Und so setzten sich die Azubis Julian Schnauß und Jeremy Lidtke von der Eckhard Garbe GmbH aus Berlin als Sieger durch. Auf dem zweiten Platz landeten Vinzent Matter und Nicolas Berens von der Firma Rüdiger Brandenburg aus Seddiner See, den dritten Platz erreichten Jonathan Otto und Paul Dittrich von der Reinhold Fehmer GmbH aus Falkensee.

Die Freude bei den Siegern war riesig. „Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte Julian Schnauß. Jeremy Lidtke strahlte: „Ein tolles Gefühl, wir haben es geschafft“, sagte Jeremy Lidke. Ihr Ausbilder Mario Ferl, der seine Azubis die ganze Zeit mit Herzklopfen begleitet hatte, umarmte die beiden und sagte: „Wahnsinn, einfach toll.“

Die beiden werden nun den Berlin-Brandenburgischen Landschaftsgartenbauverbandes im September auf der Bundesgartenschau in Heilbronn beim bundesweiten Wettbewerb vertreten.

Reiselust…Tuchfühlungen dezenter Opulenz von Blatt und Blüte – 3. Hallenschau auf der LaGa Wittstock/Dosse 2019

Tolle Pflanzen-Arrangements auf der dritten Hallenschau

Mit den Orchideen weht ein Hauch von Anmut, Zauber und Eleganz durch den Güterboden. Der glänzende Auftritt dieser blühenden Kostbarkeiten in perfekten Kombinationen mit vielen exotischen Pflanzen aus aller Herren Länder begeistern. In einzelnen Parzellen werden pflanzliche Themen gekonnt präsentiert. Vielfältige Ampelpflanzen in unterschiedlichen Höhen ergänzen die Schau. Ein Blick nach oben lohnt sich nicht nur wegen der einzigartigen Deckenkonstruktion, ein Orchideenteppich zeigt sich schwebend über den Köpfen der Besucher.

In einer der Parzellen wird aus der Gattung der Spargelgewächse neben Zierspargel auch unser Gemüsespargel, der noch bis zum 24. Juni Saison hat, präsentiert. Zierspargel ist im Unterschied zu der Gemüsepflanze meist nicht winterhart. Beliebt sind die filigranen Pflanzen vor allem wegen ihres feinfiedrigen Laubes. Hierbei handelt es sich trotz ihrer Ähnlichkeit nicht um Nadeln, sondern um Scheinblätter. Zierspargel bilden recht kleine, unscheinbare Blüten, die aber sehr gut duften.

Freunde der asiatischen Küche können sich über eine entsprechende Präsentation freuen und einen Blick in die Asia-Lounge werfen. Als Reminiszenz an die Tuchindustrie in Wittstock wurden floristische farblich passende Texturen mit Orchideen in die Gestaltung aufgenommen. Viele hübsche Details geben Anregung für ein schöneres Zuhause.

Von Adelaide über Wriezen nach Wittstock

Sarah Lebois scheut auch die anstrengende Arbeit nicht.
Sarah Lebois scheut auch die anstrengende Arbeit nicht.

Als das GaLa-Bau-Unternehmen "Kracht GaLaBau GmbH" aus Rietz-Neuendorf am zurückliegenden Wochenende ein Hochbeet im wachsenden Garten der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 anlegte, brachte sie auch einen Hauch Exotik mit nach Wittstock. Denn zum Team der Firma gehört auch eine junge Frau aus Australien, die der Liebe wegen nach Deutschland kam und jetzt in Wriezen am Rande des Oderbruchs lebt.

Wenn Sarah Lebois den Beton anmischt, sieht es aus, als würde sie mit dem Rührgerät und der Betonsatte zu tanzen beginnen. Ganze Körperkraft ist hier gefragt. Das konnten die Besucher der Landesgartenschau Wittstock/Dosse am vergangenen Wochenende im wachsenden Garten beobachten. Die junge Australierin gehörte zu der Mannschaft der „Kracht GaLaBau GmbH aus Rietz-Neuendorf“, die im wachsenden Garten ein Beet gestaltete.

Es war die Liebe, die die 30-Jährige vom australischen Adelaide über Frankreich nach Wriezen ins Oderbruch brachte. „Ich werde oft gefragt, was mich denn bewogen hat, hierher zu ziehen. Für viele Leute hier ist doch eher Australien der Sehnsuchtsort, wo sie hinwollen. Und ich gehe nach Deutschland. Ich sage dann immer: es war eine Entscheidung der Liebe wegen“, sagt sie. „Die Liebe ist nun leider vorbei, aber die Liebe zu Deutschland bleibt. Ich bleibe hier“, fügt sie hinzu.

Das hat nicht zuletzt auch mit der Firma zu tun, bei der sie gerade im ersten Lehrjahr den Beruf des Garten- und Landschaftsbauers lernt. „Es ist ein toller Job, wir sind ein tolles Team, ich fühle mich hier sehr wohl“, bekräftigt Sarah. „Und ich will hier bleiben.“

Sarah Lebois hatte bereits in ihrer Heimat im Weinbau gearbeitet, war als Dachdeckerin unterwegs und ist in Frankreich mit einem Truck unterwegs gewesen. Sie spricht englisch, französisch und nun, nach einem Jahr in Deutschland, auch fließend deutsch. Und wer sie am Wochenende in Wittstock bei der Arbeit beobachtete, konnte sehen, wie sie mit ganzem Einsatz bei der Sache war. Sie und ihr Team hatten ein Hochbeet angelegt, Flächen gepflastert und Stauden sowie Gräser gepflanzt.

Eine spannende Aufgabe: schließlich ging es diesmal im Wachsenden Garten darum, wie Höhenunterschiede im Gelände kreativ in die Gartengestaltung einbezogen und welche Materialien dazu verwendet werden können, um eine beeindruckende Wirkung zu erzielen. Das Hochbeet beispielsweise wurde mit Schiefer eingefasst und bei der Pflasterung wurde Naturstein in Katzenkopfgröße verwandt.

Am kommenden Wochenende stehen Gemüsepflanzen im wachsenden Garten im Mittelpunkt. Die Firma „Gartengestaltung und Dekoration von der Forst“ wird ein Hochbeet für Gemüsepflanzen anlegen, unterstützt wird sie dabei vom Hagebaumarkt Wittstock und der Rixmanns Hof GbR Laus Linum. Die Fachfirmen haben eine ganze Reihe Sorten in ihrem Schatzkästchen und stellen diese ausführlich vor: Gemüse aus fernen Ländern oder Alte Berliner Sorten, die man heute kaum noch kennt.

Angebote im Grünen Klassenzimmer noch buchbar

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (hier mit Mareike Homann von der Grünen Liga Berlin und LaGa-Geschäftsführer Chrisian Hernjokl) stattete dem grünen Klassenzimmer einen Besuch ab und war begeistert.

Wittstock, 08.05.2019
Das Grüne Klassenzimmer auf der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 20129 hat noch viele buchbare Angebote. „Wir haben schon sehr viele Schulklassen und Kindergruppen für unsere Veranstaltungen gewinnen können, haben aber auch noch ausreichend Kapazitäten, um weitere Buchungen vornehmen zu können“, berichtet Mareike Homann von der Grünen Liga Berlin e.V., die das Grüne Klassenzimmer auf dem oberen Burghof auf dem LaGa-Gelände betreibt.

Im Grünen Klassenzimmer werden Kinder und Jugendliche zu Forschern, Entdeckern und Künstlern. Mit kreativen Angeboten, spannenden Projekten und viel Spaß fördert das Umweltbildungsangebot der Landesgartenschau in Wittstock/Dosse das Verständnis für Natur und Umwelt

Mehr als 50 verschiedene Angebote bietet der abenteuerliche Lernort für Kinder und Jugendliche.  Es stehen Gewässerunter-suchungen, Ernährung, Naturbeobachtungen, interaktives Theater und vieles mehr auf dem Lehrplan. Das buchbare Programm umfasst rund 400 Termine, bei denen für alle Altersklassen etwas dabei ist.  Zudem wird das Programm im Laufe des Jahres um weitere Angebote ergänzt. Dazu zählen u.a. Filmtage und Erste- Hilfe-Workshops der Johanniter-Unfall-Hilfe. Das stets aktuelle Programm ist auch online unter  www.laga.wittstock.de/klassenzimmer zu finden.

Am Dienstagabend besuchte auch Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst nach einer Kabinettstagung in der Prignitz das Grüne Klassenzimmer. „Es ist ein phantastischer Lernort in einer phantastischen Umgebung mit tollen Umweltbildungsangeboten“, schwärmte die Ministerin nach dem Besuch. Die spannenden Angebote des „Grünen Klassenzimmers“ bilden sowohl für Kita-Kinder als auch für Schülerinnen und Schüler einen lehrreichen Kontrast zum Alltag.  Spielerisch können sie hier ihr Umweltwissen mehren, eigenständig an spannenden Projekten forschen und so ihr Interesse für die Umwelt entdecken. 

Hunde von LaGa-Besuchern werden von Tierpension aufgenommen.

Für Hunde ist das LaGa-Gelände nicht geignet.

Die Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 GgmbH kooperiert jetzt mit dem Tierheim & Tierpension Papenbruch, um Hunde von Landesgartenschaubesuchern während der Dauer des Besuchs in geeigneter Form in einer Tierpension unterbringen zu lassen. Damit können auch die Besucher, die ihren treuen Begleiter mitbringen, obwohl er schon allein aus Tierwohlinteressen nicht mit aufs Gelände darf, die Gartenschau genießen und ihren Hund dabei in guter Obhut wissen.

„Während Herrchen und/oder Frauchen die Zeit auf dem Gartenschaugelände genießen, können sie ihren Hund bei uns lassen. Wir organisieren auch einen Hol- und Bringeservice vom und zum LaGa-Gelände“, erklärt Sven Galle, der gemeinsam mit seiner Frau Daniela das Papenbrucher Tierheim & Tierpension betreibt. Das Prozedere ist ganz einfach: Einfach das Tierheim anrufen und das Tier abholen lassen. „Sie können ihren Hund aber auch selbst zu uns bringen und wieder abholen, ganz wie gewünscht“, versichert Sven Galle (Karstedtshofer Weg 3, 16909 Heiligengrabe). Das Tierheim &Tierpension Papenbruch ist unter folgenden Telefonnummern erreichbar:

03394 400160                                    Mo - Fr von 09.00 – 17.00 Uhr

0151/74352612                                 Sa, So, Feiertags von 09.00 – 17.00 Uhr

Absprachen zur Unterbringung des Tieres können übrigens auch bereits im Vorfeld eines Besuchs der Landesgartenschau getroffen werden. „Wenn die Leute wissen, wann sie die Landesgartenschau besuchen wollen, können sie uns auch lange vorher anrufen und mit uns einen Termin für die Betreuung ihres Hundes vereinbaren“, sagt Sven Galle.

Das Tierheim & Tierpension Papenbruch durch Sven und Daniela Galle seit 23 Jahren betrieben und verfügt über 17 Einzelplätze für Hunde sowie weitere Plätze im Gehege.

Furiose Eröffnung und tolle Überraschungen im Gelände

Bloody Mary, die sprechende Tomate, begeisterte die Besucher.

Die Landesgartenschau Wittstock ist mit einem furiosen Auftakt eröffnet. Über 2000 Besucher erlebten am Gründonnerstag den ersten Tag der LaGa und nahmen das Gelände in ihren Besitz. Bei bestem Wetter erlebten sie die Pracht von über einer Million Frühblüher.

Nach der furiosen Eröffnung mit Feuerwerk und Grußworten des Ministerpräsidenten Manfred Woidke auf dem Wittstocker Amtshof ging es gleich in die Vollen. Jochen, der sprechende Elefant, der schon die Besucher vieler Gartenschauen verzaubert hat, war unterwegs. Und auch Bloody Mary, Elisa Salamanca als sprechende Tomate überraschte die Besucher. Der Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann hatte zuvor auf der Eröffnungsveranstaltung mit emotionalen Worten den Wittstocker Bürgersinn beschworen.

Und dann gab es kein Halten mehr. Die Besucher eroberten sich das Gelände, bestaunten die Pracht der Eröffnungs-Hallenschau in der Blumenhalle, die ganz dem Thema Frühling gewidmet ist, sie nahmen Platz auf den Decks an Glinze und Dosse, schlendeten entlang des Blütenmeers am Rande des Bleichwalls und nahmen den Regionalmarkt in ihren Besitz. "Ein toller Tag", resümierte LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl. "Mit dem Start unserer Landesgartenschau haben wir eine Punktlandung hingelegt." Ein Dank gilt übrigens auch unseren Medienpartnern rbb und Märkische Allgemeine Zeitung. Beide haben die Vorbereitungszeit intensiv begleitet und waren auch am Eröffnungstag präsent.

Blumenschmuck für die Landesgartenschau

Tollen Blumenschmuck von Helma Wacker verkauft Frank Stahmleder während der Landesgartenschau.

Ganz im Zeichen der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 steht die Gestaltung eines der Schaufenster des Wittstocker Uhrmachermeisters Frank Stahmleder in der Kettenstraße in der Wittstocker Altstadt. Gemeinsam mit der Wittstocker Künstlerin Helma Wacker hat er eine Kettenanhängerkollektion mit floralen Motiven entwickelt.

„Helma Wacker hat verschiedenste Blüten in Wittstock und Umgebung gesammelt, darunter natürlich auch die Wittstocker Rose. Sie hat sie getrocknet und mit Kunstharz übergossen und auf diese Weise unikate Kettenanhänger entwickelt, die ich zur LaGa anbiete“, berichtet Frank Stahmleder. Die Kettenanhänger gibt es sowohl als Silber als auch als Edelstahl. „Dazu biete ich Schmuckstücke mit floralen Motiven der Firma Nordform als auch Uhren mit Blumenmotiven an“, fügt er hinzu.

So können sich die Wittstocker und die Besucher der Stadt passend zum Großereignis Landesgartenschau schmücken und brauchen auch beim Blick auf die Uhr nicht auf Blumemotive zu verzichten. Frank Stahmleder ist einer von vielen kreativen Ideenfindern, die sich mit eigens im Zusammenhang mit der Landesgartenschau entwickelten Produkten oder Aktionen präsentieren. So gibt es bereits einen Rosenlikör, eine Rosensalami und einen Gartenwein. Auch Künstler aus der Region docken mit ihrem Ausstellungsprojekt „Kunstblume“ an die LaGa an und laden ab Juni zum Ausstellungsbesuch in ein leerstehendes Gebäude in der Rosa-Luxemburg/Ecke Kyritzer Straße in unmittelbarer Nähe zum LaGa-Gelände ein.

LaGa-Wein verspricht vollmundigen Geschmack

Auch BHG-Chef Arnim Gottschalk findet den LaGa-Wein lecker.

Während der Laufzeit der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 wird es auch einen LaGa-Wein geben. Die BHG Raiffeisen-Warengenossenschaft Wittstock (BHG) hat ihn gemeinsam mit dem im rheinhessischen Weinanbaugebiet ansässigen Weingut Krebs-Grode aufgelegt.

„Wir werden sowohl einen Weißwein und einen Rotwein als auch einen Riesling-Sekt anbieten“, erklärt der BHG-Geschäftsführer Arnim Gottschalk.

Bei den Weinen handelt es sich um einen sogenannten Quarterra, einen Cuvée, der seinen Geschmack durch die Mischung verschiedener Rebsorten erhält, die zudem noch an verschiedenen Standorten mit unterschiedlichen Bodenverhältnissen zu Hause sind. Der Rotwein entwickelt sein Geschmackserlebnis aus verschiedenen Cabernet-Variationen und einem Spätburgunder, die auf den vier Bodentypen Löss, Kalkstein, Tonmergel und Schwarzerde gewachsen sind. Der Weißweinvereint die Aromen von Kerner, Chardonnay, Scheurebe und Muskateller.

Auf den schlicht gehaltenen Etiketten ist das LaGa-Logo zu sehen. Der Wein wird in verschiedenen Wittstocker Restaurants ausgeschenkt und unter anderem auf dem Regionalmarkt der LaGa verkauft.

Das Weingut Krebs-Grode, in Eimsheim gelegen, kann auf eine über 150jährige Tradition des Weinanbaus zurückblicken. Das Weingut wurde 1854 gegründet, „und mittlerweile führen wir sie in fünfter Generation. Und meine Kinder werden diese Tradition fortführen“, erklärt der Winzer Hubertus Krebs.

Auch die Rosensalami wird es auf der LaGa geben

Rosenkönigin Tanja nahm die Salami entgegen. Und auch LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl findet sie lecker.

Nach dem Rosenlikör kommt jetzt auch die Rosensalami auf die Landesgar­tenschau Wittstock/Dosse 2019. Die in Karstedtshof ansässige homemade GbR hat eigens für die LaGa eine Salami entwickelt, die durch die Beigabe von Bio-Rosenblütenblättern eine dezente Rosennote entwickelt.

„Wir haben verschiedene Geschmacksnuancen ausprobiert bis wir die passende Mischung gefunden haben. Das Ergebnis stellt uns jetzt zufrieden. Die Salami hat den für sie typischen kräftigen Geschmack und ein Hauch Rosenaroma verfeinert sie“, erklärt Eva Paulus von der homemade GbR. Natürlich werde die Rosensalami auch auf dem Regionalmarkt der LaGa angeboten. Darüber hinaus kann man sie im Karstedtshofer Hofladen des Unternehmens erwerben.

homemade verfügt bereits über Erfahrungen mit Salami-Geschmacksexperimenten. So bietet der Betrieb u.a. eine Walnuss-Rosinen- und eine Fenchel-Koriander-Salami. Auch reine Sorten vom Wild, Lamm oder Rind sind im Angebot.

Die homemade GbR ist ein kleiner Familienbetrieb, der sich der Schafzucht und Direktvermarktung widmet. Dabei setzt das Unternehmen auf Regionalität und artgerechte Tierhaltung. „Wir möchten unseren Kunden Produkte anbieten, von denen man genau weiß, wo sie herkommen und wie sie gemacht sind“, versichert Eva Paulus. Mit dieser Idee und den Erzeugnissen der eigenen Schafher­den wurde homemade im Sommer 2015 gegründet. Mit einem kleinen Kreis ausgewählter Partner und Lieferanten ist die Firma stetig gewachsen. „Inzwischen können wir neben exquisitem Lamm-, Rind- und Wildfleisch auch viele andere ländliche Köstlichkeiten bieten“, sagt sie. Die Waren können deutschlandweit über einen eigenen Online-Vertrieb geordert werden.

„Der Auftritt von homemade bereichert unseren Regionalmarkt“, stellt der Geschäftsführer der Landesgartenschau Christian Hernjokl fest. „Es ist genau das, was wir wollen: Aktiven und kreativen Ideen aus unserer Region mit der LaGa ein Podium zu geben, sie zu unterstützen und zu stärken“, sagt er.

Rosenlikör für die Landesgartenschau

Rosenkönigin Tanja freut sich schon, dass sie den Rosenlikör im Musterkleingarten verkosten kann.

Eigens für die Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 hat die Wittstocker Likörmanufaktur einen Rosenlikör kreiert, der auch auf der Landesgartenschau ausgeschenkt wird. Doch es sind nicht nur die Rosenblätter, die ihn so lecker machen.

„Beispielsweise werde ich ihn in meinem Kleingarten anbieten, den ich an die Landesgartenschau für ihre Laufzeit abgetreten haben und nun zur Musterkleingartenanlage der LaGa gehört“, berichtet Andreas Krieglstein, der die Manufaktur gemeinsam mit seinem Vater Thomas betreibt. Aber auch auf dem Regionalmarkt der LaGa wird der Likör zu haben sein, der LaGa-Caterer Dirk Naujokat-Großpietsch habe den Likör ebenfalls gelistet.

Die im Sommer vergangenen Jahres gegründete Manufaktur hat momentan sechs verschiedene Liköre im Angebot, darunter einen Pfefferminz- einen Lindenblüten- und einen Brombeer-Chili-Likör. Die Entwicklung weiterer Liköre sei geplant. „So wollen wir auch einen Himbeer-Zitronengras-Likör und einen Brennessel-Likör auflegen“, kündigt Krieglstein an. Für den Rosenlikör wurden übrigens nicht nur Rosenblütenblätter verwendet. Durch das Hinzufügen von Rhabarber und speziellen Gewürzen wird das Geschmackserlebnis abgerundet.

Libellen leuchten auf der LaGa

In der Dunkelheit setzt das Farbspiel der Libellen ein.

Die Libellen am Wasserspielplatz auf dem Gelände der Landesgartenschau Wittstock leuchten jetzt nachts. Der Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann hat die Illumination am Donnerstagabend offiziell in Betrieb genommen. Die LED’s, mit denen die Libellenkörper- und flügel bestückt wurden, entfalten ein kräftiges nächtliches Farbspiel.

Der Aufstellort der Installationen in Wassernähe entspricht dem natürlichen Lebensraum von Libellen. Mit der Flügelkonstruktion in Edelstahl und Plexiglas wurde das filigrane des Insektenflügels technisch nachempfunden. Die Spannweite beträgt über 3 Meter, die Länge des Kunststoffkörpers ist über 2 Meter. Diese Größe macht diese Insekten zu einer imposanten Erscheinung. Von der Sonne durchflutet wird mit der Transparenz die Leichtigkeit des Naturflügels widergespiegelt. In Form und Farbe fügen sich dievielfarbigen Libellenkörper in die Gesamtumgebung ein. Mit farbiger Beleuchtung bei Dunkelheit wird diese Installation zu einem besonderen Highlight und taucht den Platz in mystisches Licht. So erglühen die Kunststoffkörper und das feine Netzwerk der Flügel in farbigem Licht. Die verschiedenen Farbspiele werden von einem Zentralcomputer gesteuert.

Die Gestaltung und das Design der Libelleninstallation wurde von FORMSACHE. DesignStudio aus Wolfenbüttel realisiert. Die Installation verweist auf das natürliche Vorkommen dieser faszinierenden Insektenart auf der LaGa. Libellen haben in naturnah gestalteten Gärten und Feuchtwiesen, wie auf der LaGa an Dosse und Glinze ihren Lebensraum.