News zur LaGa 2019 in Wittstock/Dosse

Sommerliches auf der neuen Hallenschau

Die Rosenkönign Tanja I. entdeckt die Schönheit der neuen Hallenschau.

Wittstock, 14.06.2019

Mit der Eröffnung der neuen Hallenschau auf der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019  am 14. Juni hält der Sommer im ehemaligen Güterboden des Wittstocker Bahnhofskomplexes Einzug. Die Besucher erwartet eine harmonisch geschmackvoll gestaltete Blumenhalle mit Kräutern, Gräsern, Duft- und Sommerstauden in passender Begleitung von Beet- und Balkonpflanzen sowie blühenden Gehölzen.

Obst und Gemüse ergänzen die neue Präsentation im ehemaligen Güterboden. Olivenbäumchen und sonnenliebende Kräuter decken die Sehnsucht nach dem sonnigen Süden. Verpackt und dekoriert, ob Kräutersträuße und -kränze oder Kräuteressig, wird Dekoratives und Nützliches zum Sommer-Schlemmer-Büfett auf die Reise geschickt. In Bewegung setzen sich Ampelpflanzen, die sich im Winde drehen oder von den Besuchern auch mal leicht angestoßen werden.

Vielfältig präsentieren sich die Aromen von Fenchel, Rosmarin, Duftgeranien und mehr…Essenzen der Kräuter und Blütensalate haben ihren attraktiven Auftritt auf dem Sommer-Schlemmer-Büfett. Obst und Gemüse, das immer mehr aus den heimischen Gärtnereien und Gärten zur Verfügung steht, verführt beinahe zum Hineinbeißen. Interessenten bekommen Anregungen für die Küche und können sich Tipps für die eigene Sommer-Party mit nach Hause nehmen. Bohnen in Töpfen herangezogen winden sich lustig nach oben und bilden den Bohnen-Kletter-Parcours.

Ihre Reise antretend als Schmuck für moderne Gärten sind Kompositionen von Hortensien unterschiedlichster Farbspiele in verschiedenen Sorten der Bauern- und Tellerhortensien.

 

Die Gartenhortensie wurde in Japan schon mehrere Jahrhunderte lang kultiviert. Gegen 1790 gelangten die ersten Exemplare, vermutlich über Umwege, nach Europa. Heutzutage wird die Gartenhortensie in allen Gebieten mit gemäßigtem bis warm-gemäßigtem Klima mit nicht zu harten Wintern angepflanzt. Besonders gut gedeiht sie bei höherer Luftfeuchtigkeit. Der botanische Name Hydrangea weist darauf hin: Enthalten ist das griechische Worte Hydro - Wasser. Auf den Azoren beispielsweise gelten Hortensienhecken um Gärten und Felder und die Straßenrandbepflanzung aus Hortensienreihen als Markenzeichen. Inzwischen sind auch bei uns Hortensien in entsprechenden Sorten zu beliebten Gartenpflanzen geworden und erobern unsere Gärten.

Von quietschenden Gurken, fühlenden Erbsen und wildem Mohn

Die heilende Kraft der Pflanzen steht im Mittelpunkt vieler Vorträge von Kristin Peters, die ihre Firma "Papaver" (Mohn) genannt hat.

Wittstock, 13.06.2019

Was die Menschen von den Pflanzen lernen können und wie uns Pflanzen in allen Lebenslagen helfen können - das steht im Mittelpunkt von insgesamt 144 Vorträgen, die die Agrarwissenschaftlerin und Heilpflanzenexpertin Dr. Kristin Peters im Lauf der Landesgartenschau im Gärtner-Infotreff hält. Der Infotreff ist ein beliebter Treffpunkt für alle Besucher, die ihr botanisches Wissen vertiefen oder wertvolle Tipps zur Gestaltung ihrer Gärten erhalten wollen.

Lange, bevor der Mehltau an der Gurkenpflanze sichtbar wird, beginnen die Gurken Botenstoffe auszusenden. Das Aussenden dieser gasförmigen Stoffe wurde durch Apparaturen von Wissenschaftlern hörbar gemacht. Die Gurke beginnt zu quietschen. Die Pflanzen kommunizieren also untereinander und mit uns.  Nur dass die meisten Menschen verlernt haben, auf die Gurken zu hören. „Pflanzen kommunizieren mit uns und auch untereinander. Das ist faszinierend“, sagt Kristin Peters.

Die promovierte Agrarwissenschaftlerin weiß, wovon sie spricht. Sie hat sich auf Heilpflanzen und ihre segensreichen Wirkkräfte spezialisiert. Und von ihrem Spezialwissen können die Besucher der Landesgartenschau Wittstock profitieren, indem sie einem ihrer Vorträge lauschen, die sie in regelmäßigen Abständen im Garteninfotreff am wachsenden Garten hält. Insgesamt tritt Kristin Peters an 54 Tagen auf der Landesgartenschau auf. Die Termine können auf der LaGa-Website im Veranstaltungskalender nachgeschaut werden.

Dass Pflanzen in der Lage sind zu kommunizieren, kann sie an vielen Beispielen belegen. „Erbsen beispielsweise strecken ihre Fühler immer nach der Seite aus, wo die Rankhilfen für sie aufgestellt werden. Wissenschaftler haben bei einem Experiment eine Bleiwand zwischen die Erbsen und die Rankhilfe gestellt. Und dennoch ist die Erbse in Richtung Rankhilfe gewachsen. Niemand weiß, wie das funktioniert“, sagt sie.

Die Bandbreite der Themen, die sie in ihren insgesamt 144 Vorträgen vertieft, ist groß und reicht von Informationen über essbare und heilsame Kräuter und Pflanzen über die Anlage eines Kräutergartens oder Hildegard von Bingens Kräuterheilkunde bis hin zu Superfood aus der heimischen Natur. Sie erzählt den Besuchern beispielsweise warum sie Giersch oder Gundermann nicht aus ihrem Garten verbannen sollten: weil beide Pflanzen über starke Heilkräfte verfügen. Ihre Firma hat sie nach der lateinischen Bezeichnung Mohnpflanze benannt: Papaver. Der Mohn gehört zu den traditionellen Heilpflanzen, die in unserer Region schon lange heimisch sind.

Besucher können zuschauen, wie ein Kunstwerk entsteht

Helena Hör-Hitzschke hat das Malen auf der LaGa viel Freude bereitet.

Wittstock, 12.06.2019

Im wachsenden Garten der Landesgartenschau Wittstock können die Besucher nicht nur den Gärtnern und Garten- und Landschaftsbauern zuschauen, wie sie Beete anlegen, Gemüse pflanzen, Hochbeete gestalten und Gartenpavillons aufbauen. Sie können auch an ausgewählten Tagen erleben, wie ein Kunstwerk entsteht.

Künstler aus dem Projekt „Kunstblume“ werden ihre Staffeleien im Bereich des wachsenden Gartens aufstellen und an ihren Bildern arbeiten. Dabei können die Besucher mit ihnen ins Gespräch kommen und anschließend vielleicht die Kunstausstellung, die nur wenige 100 Meter vom LaGa-Gelände entfernt seit dem 1. Juni zu erleben ist, besuchen. Die Ausstellung ist einen Besuch wert. Denn immerhin haben 30 Künstler aus der Region mit ihren Kunstwerken, Bildern, Plastiken und Installationen die Wohnungen eines leerstehenden Hauses an der Rosa-Luxemburg-Straße/Ecke Kyritzer Straße gestaltet.

Den Anfang machte am Pfingstsonntag die Malerin Helena Hör-Hitzschke, die im wachsenden Garten an einer Aktmalerei arbeitete. Die aus Georgien stammende Künstlerin hatte an der Kunstakademie Riga studiert und lebt seit den frühen 1990er Jahren in Österreich und Deutschland, wo sie als Kunstdozentin, Künstlerin und Ausstellungsmacherin arbeitete und auch schon einmal eine eigene Kunstschule für Jugendliche und Erwachsene betrieben hatte. Seit 2016 wohnt sie als freischaffende Künstlerin in Groß Haßlow in der Prignitz. „Ich finde es wunderschön, hier auf der LaGa zu arbeiten. Die Besucher sind sehr interessiert und ich habe sehr angenehme Gespräche geführt“, sagte sie nach ihren ersten „Arbeitstag“ auf der LaGa.

Wir begrüßen den hunderttausendsten Besucher

Die Überraschung war groß, als Heinz Stein als 100 000er Besucher begrüßt wurde.

Wittstock, 03.06.2019

Dr. Heinz Stein betrat mit der Wittstockerin Monika Bock, bei der er zu Besuch war, am Montag, dem 3. Juni, kurz nach 16 Uhr das Gelände der Landesgartenschau Wittstock und staunte nicht schlecht, als er von der Rosenkönigin Tanja I., dem Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann und dem LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl mit einem riesigen Blumenstrauß und einer kleinen Präsent-Tasche mit vielen LaGa-Grüßen empfangen wurde.

Der Besucherzähler der LaGa hatte Dr. Heinz Stein als den 100.000en Besucher der Landesgartenschau ausgemacht.

„Na das ist ja eine tolle Überraschung“, sagte er. „Ich bin bei Wittstocker Freunden zu Besuch und wollte mir nur die Landesgartenschau ansehen. Und nun bin ich wohl derjenige, der die ersten 100.000 rund gemacht habe“, sagte er. Der Senior, der früher als Arzt tätig war, hatte sich auch frühere Landesgartenschauen gern angesehen. „Und nun will ich auch in Wittstock die LaGa erkunden“, sagte er.

Er habe selbst einen Garten, der nun, wo er aufgrund seines Alters nicht mehr so viel machen könne, zunehmend zu einem wilden Garten werde. Aber das sei gar nicht so schlecht. Auf jeden Fall sei er ein Gartenfreund.

Die Landesgartenschau hatte nach einem furiosen Start am Osterwochenende auch am zurückliegenden Himmelfahrtswochenende wieder Spitzen-Besucherwerte. Am Himmelfahrtstag beispielsweise war der Besucherandrang so groß, dass sich riesige Schlangen an den LaGa-Kassen bildeten, die das Kassenteam jedoch relativ zügig bedienen konnte.

Dinnele und Wittstocker Leckereien auf dem LaGa-Regionalmarkt

Spezialitäten aus Wittstock sind auf dem Regionalmarkt sehr beliebt.

Wittstock 29.05.2019.

Über 40 Produzenten aus dem ganzen Land Brandenburg bieten auf dem Regionalmarkt der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 ihre Produkte an. Darunter befinden sich auch Produkte aus Wittstock und Umgebung. Und mit Dinnele ist sogar eine schwäbische Spezialität auf der LaGa präsent.

„Was eigentlich ist Dinnele“, fragen sich so manche Besucher des Regionalmarkts der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019, wenn sie an dem Stand in der Ecke mit seinem Backofen vorbeigehen, wo es lecker nach Brotteig riecht. „Dinnele kennt man hier im Norden kaum“, sagt Standbetreuerin Meike, die ihren Nachnamen lieber nicht nennen will. „Dinnele stammt aus dem schwäbischen und heißt nichts weiter als Dünnerchen.“ Und dünn ist die schwäbische Leckerei auf jeden Fall: Ein extrem dünn ausgerollter Brotteig mit Schmand bestrichen und mit leckeren selbst hergestellten Zutaten belegt (von Zwiebeln mit Speck bis hin zu Möhren und Brokkoli). Dann wird er im Ofen gebacken und fertig der Dinnele, in Schwaben eine gängige Leckerei, im Norden eine Neuentdeckung. „Die Leute mögen es, wenn sie es erst einmal ausprobiert haben, sind sie begeistert“, sagt Meike, die selbst aus dem Schwäbischen stammt, nun aber schon seit 9 Jahren in der Prignitz wohnt.

Dinnele ist die am weitesten von Wittstock entfernte regionale Spezialität des Regionalmarktes, der die Produkte von über 40 Produzenten aus dem Land Brandenburg anbietet. Die Palette reicht vom Schorfheider Gemüse über den Bandelower Käse bis hin zu Fleisch- und Wildprodukten aus der Uckermark. Auch Wittstock und Umgebung sind auf dem Regionalmarkt vertreten: Der Erzeuger „homemade“ aus Karstedtshof mit seinen Salami-Produkten, darunter die Wittstocker Rosensalami, die BHG Wittstock mit Laga-Wein und Sekt, die Wittstocker Likörmanufaktur mit ihrem Rosenlikör, die Wittstocker „Kräuterfee vom Dossegrund“ Barbara Sommerfeld sowie die Flecken Zechliner Landbäckerei und Konditorei Janke.

IV. Hallenschau mit saisonalen Leckereien

Leckere Erdbeeren gibt es in der vierten Hallenschau - aber nicht zum Hineinbeißen.

Wittstock, 29.05.2019

Kulinarische Verführungen in Rot und weiß bietet die vierte Hallenschau der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019, die bis zum 13. Juni zu sehen sein wird. Erdbeeren und Spargel dominieren das Bild. Dazu gibt es üppige Vasenfüllungen und Gestecke.

Tauchen Sie ein ins Reich der Sinne! Päonien und Allium in ihrer Vielfalt und vielen weiteren blumigen Schönheiten gepaart mit kulinarischen Düften von Früchten und Gemüse.

Üppige Vasenfüllungen und Gestecke mit Päonien heben die Schönheit dieser prächtigen Blumen, die auch Pfingstrosen genannt werden, hervor. Eine Attraktion ist das „Päonien Bett“, ein Eisenbett mit Päonien Kissen und Decke. Birken mit ihrer schwarz-weißen Rinde bezaubern im Spiel mit blau, lila und weißen Allium. Werkstücke mit Spargel, Erdbeeren und Rhabarber verführen - fast zum Hineinbeißen.

Der Spargel zum Turm aufgebaut ist nicht nur lecker, er sieht auch schick aus. Erdbeeren sind die Verführung in Rot. Rhabarber, dieses leicht säuerliche Frühlingsgemüse, ist einmal anders zubereitet - als Stehstrauß. Auch die Kaffeetafel ist wieder gedeckt – mit allerlei blumigen und kulinarischen Besonderheiten.  Große kegelförmige Vasen bezaubern mit ihren üppigen Füllungen.

 

Aus archäologischen Funden kann man schließen, dass die Erdbeere schon in der Steinzeit bekannt war. Im Mittelalter wurden auf großen Flächen kleine Walderdbeeren kultiviert. Erst in der Neuen Welt wurde eine größer fruchtige wilde Art gefunden. Diese wurde im 17. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Aus Chile kam eine weitere kultivierte Art der Erdbeere mit ledrig-starren blaugrünen Blättern. Infolge wiederholter zufälliger Kreuzungen entstand die großfruchtige Gartenerdbeere. Zunächst in Nordfrankreich und Holland kultiviert, verdrängte sie bald zunehmend auch in England und Deutschland die vordem angebauten Arten. In Brandenburg werden von 68 Betrieben auf insgesamt 460 Hektar Erdbeeren angebaut.

Riesenfreude bei den Gewinnern des Landschaftsgärtner-Cups

Riesenfreude über den Sieg: Ausbilder Mario Ferl umarmt seine Azubis Jeremy Lidtke und Julian Schnauß.

Wittstock 26.05.2019.

Es dürfte wohl der bislang aufregendste Tag im jungen Berufsleben der angehenden Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner aus Berlin und Brandenburg gewesen sein: 20 Azubis aus beiden Bundesländern stellten sich am Samstag, dem 25. April im Wachsenden Garten der Landesgartenschau Wittstock/Dosse dem Wettbewerb des mittlerweile 21. Landschaftsgärtner-Cups des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin-Brandenburg.

In Zweierteams mussten sie unter den Augen der Besucher zehn Baufelder nach exakt dem gleichen Plan gestalten und Weidengärten anlegen. Sie pflasterten sie mit Klinkern, bauten aus kräftigen Holzbohlen Hochbeete und bepflanzten sie. Es wurde gemessen, gesägt, gehämmert, geschippt und gepflanzt. Trotz des Publikumsverkehrs war hohe Konzentration gefragt und die vorgegebene Zeit von fünf Stunden musste auch eingehalten werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die alle Teams hervorragend meisterten, befand Chef-Juror Volker Schmidt-Roy, beim Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin-Brandenburg verantwortlich für die Ausbildung. „So viel vorab: Ihr alle zehn seid Sieger und habt hervorragende Arbeit geleistet. Die Entscheidung, dennoch eine Abstufung vorzunehmen fiel der Jury nicht ganz leicht, weil Ihr sehr dicht mit Eurer Leistung beieinander gelegen habt“, sagte er.

Kleine Unterschiede gab es aber doch. Und so setzten sich die Azubis Julian Schnauß und Jeremy Lidtke von der Eckhard Garbe GmbH aus Berlin als Sieger durch. Auf dem zweiten Platz landeten Vinzent Matter und Nicolas Berens von der Firma Rüdiger Brandenburg aus Seddiner See, den dritten Platz erreichten Jonathan Otto und Paul Dittrich von der Reinhold Fehmer GmbH aus Falkensee.

Die Freude bei den Siegern war riesig. „Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte Julian Schnauß. Jeremy Lidtke strahlte: „Ein tolles Gefühl, wir haben es geschafft“, sagte Jeremy Lidke. Ihr Ausbilder Mario Ferl, der seine Azubis die ganze Zeit mit Herzklopfen begleitet hatte, umarmte die beiden und sagte: „Wahnsinn, einfach toll.“

Die beiden werden nun den Berlin-Brandenburgischen Landschaftsgartenbauverbandes im September auf der Bundesgartenschau in Heilbronn beim bundesweiten Wettbewerb vertreten.

Reiselust…Tuchfühlungen dezenter Opulenz von Blatt und Blüte – 3. Hallenschau auf der LaGa Wittstock/Dosse 2019

Tolle Pflanzen-Arrangements auf der dritten Hallenschau

Mit den Orchideen weht ein Hauch von Anmut, Zauber und Eleganz durch den Güterboden. Der glänzende Auftritt dieser blühenden Kostbarkeiten in perfekten Kombinationen mit vielen exotischen Pflanzen aus aller Herren Länder begeistern. In einzelnen Parzellen werden pflanzliche Themen gekonnt präsentiert. Vielfältige Ampelpflanzen in unterschiedlichen Höhen ergänzen die Schau. Ein Blick nach oben lohnt sich nicht nur wegen der einzigartigen Deckenkonstruktion, ein Orchideenteppich zeigt sich schwebend über den Köpfen der Besucher.

In einer der Parzellen wird aus der Gattung der Spargelgewächse neben Zierspargel auch unser Gemüsespargel, der noch bis zum 24. Juni Saison hat, präsentiert. Zierspargel ist im Unterschied zu der Gemüsepflanze meist nicht winterhart. Beliebt sind die filigranen Pflanzen vor allem wegen ihres feinfiedrigen Laubes. Hierbei handelt es sich trotz ihrer Ähnlichkeit nicht um Nadeln, sondern um Scheinblätter. Zierspargel bilden recht kleine, unscheinbare Blüten, die aber sehr gut duften.

Freunde der asiatischen Küche können sich über eine entsprechende Präsentation freuen und einen Blick in die Asia-Lounge werfen. Als Reminiszenz an die Tuchindustrie in Wittstock wurden floristische farblich passende Texturen mit Orchideen in die Gestaltung aufgenommen. Viele hübsche Details geben Anregung für ein schöneres Zuhause.

Von Adelaide über Wriezen nach Wittstock

Sarah Lebois scheut auch die anstrengende Arbeit nicht.
Sarah Lebois scheut auch die anstrengende Arbeit nicht.

Als das GaLa-Bau-Unternehmen "Kracht GaLaBau GmbH" aus Rietz-Neuendorf am zurückliegenden Wochenende ein Hochbeet im wachsenden Garten der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 anlegte, brachte sie auch einen Hauch Exotik mit nach Wittstock. Denn zum Team der Firma gehört auch eine junge Frau aus Australien, die der Liebe wegen nach Deutschland kam und jetzt in Wriezen am Rande des Oderbruchs lebt.

Wenn Sarah Lebois den Beton anmischt, sieht es aus, als würde sie mit dem Rührgerät und der Betonsatte zu tanzen beginnen. Ganze Körperkraft ist hier gefragt. Das konnten die Besucher der Landesgartenschau Wittstock/Dosse am vergangenen Wochenende im wachsenden Garten beobachten. Die junge Australierin gehörte zu der Mannschaft der „Kracht GaLaBau GmbH aus Rietz-Neuendorf“, die im wachsenden Garten ein Beet gestaltete.

Es war die Liebe, die die 30-Jährige vom australischen Adelaide über Frankreich nach Wriezen ins Oderbruch brachte. „Ich werde oft gefragt, was mich denn bewogen hat, hierher zu ziehen. Für viele Leute hier ist doch eher Australien der Sehnsuchtsort, wo sie hinwollen. Und ich gehe nach Deutschland. Ich sage dann immer: es war eine Entscheidung der Liebe wegen“, sagt sie. „Die Liebe ist nun leider vorbei, aber die Liebe zu Deutschland bleibt. Ich bleibe hier“, fügt sie hinzu.

Das hat nicht zuletzt auch mit der Firma zu tun, bei der sie gerade im ersten Lehrjahr den Beruf des Garten- und Landschaftsbauers lernt. „Es ist ein toller Job, wir sind ein tolles Team, ich fühle mich hier sehr wohl“, bekräftigt Sarah. „Und ich will hier bleiben.“

Sarah Lebois hatte bereits in ihrer Heimat im Weinbau gearbeitet, war als Dachdeckerin unterwegs und ist in Frankreich mit einem Truck unterwegs gewesen. Sie spricht englisch, französisch und nun, nach einem Jahr in Deutschland, auch fließend deutsch. Und wer sie am Wochenende in Wittstock bei der Arbeit beobachtete, konnte sehen, wie sie mit ganzem Einsatz bei der Sache war. Sie und ihr Team hatten ein Hochbeet angelegt, Flächen gepflastert und Stauden sowie Gräser gepflanzt.

Eine spannende Aufgabe: schließlich ging es diesmal im Wachsenden Garten darum, wie Höhenunterschiede im Gelände kreativ in die Gartengestaltung einbezogen und welche Materialien dazu verwendet werden können, um eine beeindruckende Wirkung zu erzielen. Das Hochbeet beispielsweise wurde mit Schiefer eingefasst und bei der Pflasterung wurde Naturstein in Katzenkopfgröße verwandt.

Am kommenden Wochenende stehen Gemüsepflanzen im wachsenden Garten im Mittelpunkt. Die Firma „Gartengestaltung und Dekoration von der Forst“ wird ein Hochbeet für Gemüsepflanzen anlegen, unterstützt wird sie dabei vom Hagebaumarkt Wittstock und der Rixmanns Hof GbR Laus Linum. Die Fachfirmen haben eine ganze Reihe Sorten in ihrem Schatzkästchen und stellen diese ausführlich vor: Gemüse aus fernen Ländern oder Alte Berliner Sorten, die man heute kaum noch kennt.

Angebote im Grünen Klassenzimmer noch buchbar

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (hier mit Mareike Homann von der Grünen Liga Berlin und LaGa-Geschäftsführer Chrisian Hernjokl) stattete dem grünen Klassenzimmer einen Besuch ab und war begeistert.

Wittstock, 08.05.2019
Das Grüne Klassenzimmer auf der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 20129 hat noch viele buchbare Angebote. „Wir haben schon sehr viele Schulklassen und Kindergruppen für unsere Veranstaltungen gewinnen können, haben aber auch noch ausreichend Kapazitäten, um weitere Buchungen vornehmen zu können“, berichtet Mareike Homann von der Grünen Liga Berlin e.V., die das Grüne Klassenzimmer auf dem oberen Burghof auf dem LaGa-Gelände betreibt.

Im Grünen Klassenzimmer werden Kinder und Jugendliche zu Forschern, Entdeckern und Künstlern. Mit kreativen Angeboten, spannenden Projekten und viel Spaß fördert das Umweltbildungsangebot der Landesgartenschau in Wittstock/Dosse das Verständnis für Natur und Umwelt

Mehr als 50 verschiedene Angebote bietet der abenteuerliche Lernort für Kinder und Jugendliche.  Es stehen Gewässerunter-suchungen, Ernährung, Naturbeobachtungen, interaktives Theater und vieles mehr auf dem Lehrplan. Das buchbare Programm umfasst rund 400 Termine, bei denen für alle Altersklassen etwas dabei ist.  Zudem wird das Programm im Laufe des Jahres um weitere Angebote ergänzt. Dazu zählen u.a. Filmtage und Erste- Hilfe-Workshops der Johanniter-Unfall-Hilfe. Das stets aktuelle Programm ist auch online unter  www.laga.wittstock.de/klassenzimmer zu finden.

Am Dienstagabend besuchte auch Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst nach einer Kabinettstagung in der Prignitz das Grüne Klassenzimmer. „Es ist ein phantastischer Lernort in einer phantastischen Umgebung mit tollen Umweltbildungsangeboten“, schwärmte die Ministerin nach dem Besuch. Die spannenden Angebote des „Grünen Klassenzimmers“ bilden sowohl für Kita-Kinder als auch für Schülerinnen und Schüler einen lehrreichen Kontrast zum Alltag.  Spielerisch können sie hier ihr Umweltwissen mehren, eigenständig an spannenden Projekten forschen und so ihr Interesse für die Umwelt entdecken. 

Hunde von LaGa-Besuchern werden von Tierpension aufgenommen.

Für Hunde ist das LaGa-Gelände nicht geignet.

Die Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 GgmbH kooperiert jetzt mit dem Tierheim & Tierpension Papenbruch, um Hunde von Landesgartenschaubesuchern während der Dauer des Besuchs in geeigneter Form in einer Tierpension unterbringen zu lassen. Damit können auch die Besucher, die ihren treuen Begleiter mitbringen, obwohl er schon allein aus Tierwohlinteressen nicht mit aufs Gelände darf, die Gartenschau genießen und ihren Hund dabei in guter Obhut wissen.

„Während Herrchen und/oder Frauchen die Zeit auf dem Gartenschaugelände genießen, können sie ihren Hund bei uns lassen. Wir organisieren auch einen Hol- und Bringeservice vom und zum LaGa-Gelände“, erklärt Sven Galle, der gemeinsam mit seiner Frau Daniela das Papenbrucher Tierheim & Tierpension betreibt. Das Prozedere ist ganz einfach: Einfach das Tierheim anrufen und das Tier abholen lassen. „Sie können ihren Hund aber auch selbst zu uns bringen und wieder abholen, ganz wie gewünscht“, versichert Sven Galle (Karstedtshofer Weg 3, 16909 Heiligengrabe). Das Tierheim &Tierpension Papenbruch ist unter folgenden Telefonnummern erreichbar:

03394 400160                                    Mo - Fr von 09.00 – 17.00 Uhr

0151/74352612                                 Sa, So, Feiertags von 09.00 – 17.00 Uhr

Absprachen zur Unterbringung des Tieres können übrigens auch bereits im Vorfeld eines Besuchs der Landesgartenschau getroffen werden. „Wenn die Leute wissen, wann sie die Landesgartenschau besuchen wollen, können sie uns auch lange vorher anrufen und mit uns einen Termin für die Betreuung ihres Hundes vereinbaren“, sagt Sven Galle.

Das Tierheim & Tierpension Papenbruch durch Sven und Daniela Galle seit 23 Jahren betrieben und verfügt über 17 Einzelplätze für Hunde sowie weitere Plätze im Gehege.

Furiose Eröffnung und tolle Überraschungen im Gelände

Bloody Mary, die sprechende Tomate, begeisterte die Besucher.

Die Landesgartenschau Wittstock ist mit einem furiosen Auftakt eröffnet. Über 2000 Besucher erlebten am Gründonnerstag den ersten Tag der LaGa und nahmen das Gelände in ihren Besitz. Bei bestem Wetter erlebten sie die Pracht von über einer Million Frühblüher.

Nach der furiosen Eröffnung mit Feuerwerk und Grußworten des Ministerpräsidenten Manfred Woidke auf dem Wittstocker Amtshof ging es gleich in die Vollen. Jochen, der sprechende Elefant, der schon die Besucher vieler Gartenschauen verzaubert hat, war unterwegs. Und auch Bloody Mary, Elisa Salamanca als sprechende Tomate überraschte die Besucher. Der Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann hatte zuvor auf der Eröffnungsveranstaltung mit emotionalen Worten den Wittstocker Bürgersinn beschworen.

Und dann gab es kein Halten mehr. Die Besucher eroberten sich das Gelände, bestaunten die Pracht der Eröffnungs-Hallenschau in der Blumenhalle, die ganz dem Thema Frühling gewidmet ist, sie nahmen Platz auf den Decks an Glinze und Dosse, schlendeten entlang des Blütenmeers am Rande des Bleichwalls und nahmen den Regionalmarkt in ihren Besitz. "Ein toller Tag", resümierte LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl. "Mit dem Start unserer Landesgartenschau haben wir eine Punktlandung hingelegt." Ein Dank gilt übrigens auch unseren Medienpartnern rbb und Märkische Allgemeine Zeitung. Beide haben die Vorbereitungszeit intensiv begleitet und waren auch am Eröffnungstag präsent.

Blumenschmuck für die Landesgartenschau

Tollen Blumenschmuck von Helma Wacker verkauft Frank Stahmleder während der Landesgartenschau.

Ganz im Zeichen der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 steht die Gestaltung eines der Schaufenster des Wittstocker Uhrmachermeisters Frank Stahmleder in der Kettenstraße in der Wittstocker Altstadt. Gemeinsam mit der Wittstocker Künstlerin Helma Wacker hat er eine Kettenanhängerkollektion mit floralen Motiven entwickelt.

„Helma Wacker hat verschiedenste Blüten in Wittstock und Umgebung gesammelt, darunter natürlich auch die Wittstocker Rose. Sie hat sie getrocknet und mit Kunstharz übergossen und auf diese Weise unikate Kettenanhänger entwickelt, die ich zur LaGa anbiete“, berichtet Frank Stahmleder. Die Kettenanhänger gibt es sowohl als Silber als auch als Edelstahl. „Dazu biete ich Schmuckstücke mit floralen Motiven der Firma Nordform als auch Uhren mit Blumenmotiven an“, fügt er hinzu.

So können sich die Wittstocker und die Besucher der Stadt passend zum Großereignis Landesgartenschau schmücken und brauchen auch beim Blick auf die Uhr nicht auf Blumemotive zu verzichten. Frank Stahmleder ist einer von vielen kreativen Ideenfindern, die sich mit eigens im Zusammenhang mit der Landesgartenschau entwickelten Produkten oder Aktionen präsentieren. So gibt es bereits einen Rosenlikör, eine Rosensalami und einen Gartenwein. Auch Künstler aus der Region docken mit ihrem Ausstellungsprojekt „Kunstblume“ an die LaGa an und laden ab Juni zum Ausstellungsbesuch in ein leerstehendes Gebäude in der Rosa-Luxemburg/Ecke Kyritzer Straße in unmittelbarer Nähe zum LaGa-Gelände ein.

LaGa-Wein verspricht vollmundigen Geschmack

Auch BHG-Chef Arnim Gottschalk findet den LaGa-Wein lecker.

Während der Laufzeit der Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 wird es auch einen LaGa-Wein geben. Die BHG Raiffeisen-Warengenossenschaft Wittstock (BHG) hat ihn gemeinsam mit dem im rheinhessischen Weinanbaugebiet ansässigen Weingut Krebs-Grode aufgelegt.

„Wir werden sowohl einen Weißwein und einen Rotwein als auch einen Riesling-Sekt anbieten“, erklärt der BHG-Geschäftsführer Arnim Gottschalk.

Bei den Weinen handelt es sich um einen sogenannten Quarterra, einen Cuvée, der seinen Geschmack durch die Mischung verschiedener Rebsorten erhält, die zudem noch an verschiedenen Standorten mit unterschiedlichen Bodenverhältnissen zu Hause sind. Der Rotwein entwickelt sein Geschmackserlebnis aus verschiedenen Cabernet-Variationen und einem Spätburgunder, die auf den vier Bodentypen Löss, Kalkstein, Tonmergel und Schwarzerde gewachsen sind. Der Weißweinvereint die Aromen von Kerner, Chardonnay, Scheurebe und Muskateller.

Auf den schlicht gehaltenen Etiketten ist das LaGa-Logo zu sehen. Der Wein wird in verschiedenen Wittstocker Restaurants ausgeschenkt und unter anderem auf dem Regionalmarkt der LaGa verkauft.

Das Weingut Krebs-Grode, in Eimsheim gelegen, kann auf eine über 150jährige Tradition des Weinanbaus zurückblicken. Das Weingut wurde 1854 gegründet, „und mittlerweile führen wir sie in fünfter Generation. Und meine Kinder werden diese Tradition fortführen“, erklärt der Winzer Hubertus Krebs.

Auch die Rosensalami wird es auf der LaGa geben

Rosenkönigin Tanja nahm die Salami entgegen. Und auch LaGa-Geschäftsführer Christian Hernjokl findet sie lecker.

Nach dem Rosenlikör kommt jetzt auch die Rosensalami auf die Landesgar­tenschau Wittstock/Dosse 2019. Die in Karstedtshof ansässige homemade GbR hat eigens für die LaGa eine Salami entwickelt, die durch die Beigabe von Bio-Rosenblütenblättern eine dezente Rosennote entwickelt.

„Wir haben verschiedene Geschmacksnuancen ausprobiert bis wir die passende Mischung gefunden haben. Das Ergebnis stellt uns jetzt zufrieden. Die Salami hat den für sie typischen kräftigen Geschmack und ein Hauch Rosenaroma verfeinert sie“, erklärt Eva Paulus von der homemade GbR. Natürlich werde die Rosensalami auch auf dem Regionalmarkt der LaGa angeboten. Darüber hinaus kann man sie im Karstedtshofer Hofladen des Unternehmens erwerben.

homemade verfügt bereits über Erfahrungen mit Salami-Geschmacksexperimenten. So bietet der Betrieb u.a. eine Walnuss-Rosinen- und eine Fenchel-Koriander-Salami. Auch reine Sorten vom Wild, Lamm oder Rind sind im Angebot.

Die homemade GbR ist ein kleiner Familienbetrieb, der sich der Schafzucht und Direktvermarktung widmet. Dabei setzt das Unternehmen auf Regionalität und artgerechte Tierhaltung. „Wir möchten unseren Kunden Produkte anbieten, von denen man genau weiß, wo sie herkommen und wie sie gemacht sind“, versichert Eva Paulus. Mit dieser Idee und den Erzeugnissen der eigenen Schafher­den wurde homemade im Sommer 2015 gegründet. Mit einem kleinen Kreis ausgewählter Partner und Lieferanten ist die Firma stetig gewachsen. „Inzwischen können wir neben exquisitem Lamm-, Rind- und Wildfleisch auch viele andere ländliche Köstlichkeiten bieten“, sagt sie. Die Waren können deutschlandweit über einen eigenen Online-Vertrieb geordert werden.

„Der Auftritt von homemade bereichert unseren Regionalmarkt“, stellt der Geschäftsführer der Landesgartenschau Christian Hernjokl fest. „Es ist genau das, was wir wollen: Aktiven und kreativen Ideen aus unserer Region mit der LaGa ein Podium zu geben, sie zu unterstützen und zu stärken“, sagt er.

Rosenlikör für die Landesgartenschau

Rosenkönigin Tanja freut sich schon, dass sie den Rosenlikör im Musterkleingarten verkosten kann.

Eigens für die Landesgartenschau Wittstock/Dosse 2019 hat die Wittstocker Likörmanufaktur einen Rosenlikör kreiert, der auch auf der Landesgartenschau ausgeschenkt wird. Doch es sind nicht nur die Rosenblätter, die ihn so lecker machen.

„Beispielsweise werde ich ihn in meinem Kleingarten anbieten, den ich an die Landesgartenschau für ihre Laufzeit abgetreten haben und nun zur Musterkleingartenanlage der LaGa gehört“, berichtet Andreas Krieglstein, der die Manufaktur gemeinsam mit seinem Vater Thomas betreibt. Aber auch auf dem Regionalmarkt der LaGa wird der Likör zu haben sein, der LaGa-Caterer Dirk Naujokat-Großpietsch habe den Likör ebenfalls gelistet.

Die im Sommer vergangenen Jahres gegründete Manufaktur hat momentan sechs verschiedene Liköre im Angebot, darunter einen Pfefferminz- einen Lindenblüten- und einen Brombeer-Chili-Likör. Die Entwicklung weiterer Liköre sei geplant. „So wollen wir auch einen Himbeer-Zitronengras-Likör und einen Brennessel-Likör auflegen“, kündigt Krieglstein an. Für den Rosenlikör wurden übrigens nicht nur Rosenblütenblätter verwendet. Durch das Hinzufügen von Rhabarber und speziellen Gewürzen wird das Geschmackserlebnis abgerundet.

Libellen leuchten auf der LaGa

In der Dunkelheit setzt das Farbspiel der Libellen ein.

Die Libellen am Wasserspielplatz auf dem Gelände der Landesgartenschau Wittstock leuchten jetzt nachts. Der Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann hat die Illumination am Donnerstagabend offiziell in Betrieb genommen. Die LED’s, mit denen die Libellenkörper- und flügel bestückt wurden, entfalten ein kräftiges nächtliches Farbspiel.

Der Aufstellort der Installationen in Wassernähe entspricht dem natürlichen Lebensraum von Libellen. Mit der Flügelkonstruktion in Edelstahl und Plexiglas wurde das filigrane des Insektenflügels technisch nachempfunden. Die Spannweite beträgt über 3 Meter, die Länge des Kunststoffkörpers ist über 2 Meter. Diese Größe macht diese Insekten zu einer imposanten Erscheinung. Von der Sonne durchflutet wird mit der Transparenz die Leichtigkeit des Naturflügels widergespiegelt. In Form und Farbe fügen sich dievielfarbigen Libellenkörper in die Gesamtumgebung ein. Mit farbiger Beleuchtung bei Dunkelheit wird diese Installation zu einem besonderen Highlight und taucht den Platz in mystisches Licht. So erglühen die Kunststoffkörper und das feine Netzwerk der Flügel in farbigem Licht. Die verschiedenen Farbspiele werden von einem Zentralcomputer gesteuert.

Die Gestaltung und das Design der Libelleninstallation wurde von FORMSACHE. DesignStudio aus Wolfenbüttel realisiert. Die Installation verweist auf das natürliche Vorkommen dieser faszinierenden Insektenart auf der LaGa. Libellen haben in naturnah gestalteten Gärten und Feuchtwiesen, wie auf der LaGa an Dosse und Glinze ihren Lebensraum.